Rauch-Kallat zum Welttag der psychischen Gesundheit: Österreich hat Problem erkannt und handelt

30 % der Hausarztbesuche gehen auf psychische Gesundheitsprobleme zurück

Wien (OTS) - "Psychische Krankheiten dehnen sich immer mehr aus. Laut einem WHO-Bericht tragen sie weltweit bereits 12 Prozent der gesamten Krankheitslast. Für das Jahr 2020 lauten die Prognosen sogar 15 Prozent. Psychische Gesundheitsprobleme sind auch in 30 Prozent der Fälle die Ursache, wenn Menschen ihren Hausarzt/ihre Hausärztin aufsuchen. Österreich hat dieses Problem bereits frühzeitig erkannt und eine Vorreiterrolle übernommen", sagte heute, Freitag, am internationalen Welttag der psychischen Gesundheit Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat. So habe Österreich im Rahmen der 53. WHO-Regionaltagung im September in Wien den Bericht "Mental Health in Austria" vorgestellt, dieser wurde in weiterer Folge als Modell an alle Mitgliedstaaten ausgesendet.

Ein Ergebnis dieses Berichtes, den Universitätsprofessor Heinz Katschnig für das BMGF erstellte, sei zum Beispiel gewesen, dass 15 Prozent der Männer und 17 Prozent der Frauen in Österreich schon einmal depressive Symptome hatten. Einen zweiten Bericht zu Mental Health in Österreich habe das Bundesministerium für Gesundheit bereits in Auftrag gegeben, dieser werde noch im November präsentiert. Einige Ergebnisse daraus könne das Gesundheitsministerium aber schon vorab bekannt geben: So habe die Anzahl der Psychotherapeuten/innen und Psychiater/innen in Österreich stark zugenommen, da rechtzeitig erkannt wurde, dass psychische Erkrankungen eine Belastung für die Menschen und die Wirtschaft darstellen und behandelt werden können. Zum Beispiel habe es im Jahr 1975 nur acht Psychiater/innen in ganz Österreich gegeben, 1985 waren es bereits 315, 1995 knapp 600, 2002 waren bereits 893 Psychiater/innen in Österreich tätig. Analog dazu seien die Ausgaben für Psychotherapie erhöht worden. Auch Hausärzte/innen würden sich vermehrt um psychische Erkrankungen kümmern.

Ziel der Ministerin sei es, den Hausarzt/die Hausärztin als Gesundheitsmanager/in auch im Bereich der psychischen Erkrankungen in Form von Erkennen, Behandeln und gezielt Weiterverweisen zu stärken. Aber auch bei der nationalen Gesundheitsförderungsbewegung, die die Ministerin im September startete, bilde der Stressabbau und das psychische Gleichgewicht einen wesentlichen Schwerpunkt. Unter dem Motto "Stress raus - Lebensqualität rein" gebe das Ressort über Informationsbroschüren einfache, aber wirksame Tipps zum Abbau oder Vermeidung von Stress. Informationen dazu unter www.isch.at oder www.bmgf.gv.at

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