Darabos fordert Grasser zum Rücktritt auf

Grasser hätte seine YLine-Aktien dem Unvereinbarkeitsausschuss melden müssen

Wien (SK) SPÖ-Bundesgeschäftsführer Norbert Darabos fordert den Rücktritt von Finanzminister Grasser, nachdem Grasser dem parlamentarischen Unvereinbarkeitsausschuss nicht über seinen Besitz von YLine-Aktien informiert hat. Diesen Verstoß stellte Darabos am Freitag in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures in eine Reihe mit Grassers "Steuergeschichte", überhöhten Honoraren in seinem Umfeld, Verstößen gegen die Vergaberichtlinie, seine "eigenartige Rolle" bei der Eurofighterbeschaffung und seine "eigenartige und zwielichtige Rolle" beim Voest-Verkauf. ****

Darabos: In jeder anderen europäischen Demokratie würde in einem solchen Fall entweder die ganze Regierung gehen, oder aber jedenfalls der Finanzminister zurücktreten. Dass Grasser den Unvereinbarkeitsausschuss seine Beteiligung an der laut Darabos "FPÖ-nahen" Internetfirma YLine verschwiegen hat, "das allein ist ein Rücktrittsgrund". Die Verwicklungen in dieser Causa "dürften aber noch tiefer gehen", so Darabos. (Schluss) wf

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