ÖAAB: Kritiker am Kurs der Bundesregierung werden mundtot gemacht

ÖAAB-Führung schließt Dirnberger vom Bundestag aus

Wien (OTS) - Die österreichweite Arbeiterkammerfraktion des ÖAAB -Vorsitz AK-Präsident Fritz Dinkhauser - hat Alfred Dirnberger als Delegierten zum ÖAAB-Bundestag vorgeschlagen. Dennoch ist bis heute bei Dirnberger keine Delegiertenkarte eingetroffen. Auf Nachfrage hat man ihm im ÖAAB mitgeteilt, dass die Führung entschieden habe, ihn entgegen dem Nominierungsvorschlag nicht zu delegieren.

Dirnberger: "So schaut’s aus, Kritiker des Kurses der Bundesregierung gegen die ArbeitnehmerInnen und des Sozialabbaues werden von der ÖAAB-Spitze mundtot gemacht. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich dieser Ungeist mit der Wahl des neuen Obmannes wieder aus dem ÖAAB verabschiedet."

Dirnberger ist nicht nur Obmann der ÖAAB-FCG-Fraktion in der AK-Niederösterreich und damit Kraft Statut Mitglied des ÖAAB-Landesvorstandes, er wurde erst vergangene Woche zum ÖAAB-Obmann in seinem Heimatbezirk Zwettl wiedergewählt. Das alles wären genug Grundlagen für eine ordentliche Delegierung. Das Vorgehen der ÖAAB-Führung beweist somit, wovor Dirnberger schon im Vorfeld des ÖAAB-Bundestages gewarnt hatte: Die derzeitige ÖAAB-Führung versucht als Delegierte eine handverlesene Schar von ergebenen Delegierten zu nominieren. Kritiker am Kurs der Regierung oder gar an der ÖAAB-Spitze - immerhin hat diese alle Entscheidungen gegen die Arbeitnehmer im Parlament mitgetragen - werden, soweit dies statutarisch nur irgend möglich ist, ausgeschalten. Daher scheut die ÖAAB-Führung auch eine Urwahl des Obmannes und seiner Stellvertreter durch alle Mitglieder, wie Dirnberger sie immer wieder zur Öffnung des ÖAAB auf eine breite Basis verlangt hatte.

Erst heute wieder hat Dirnberger in einer Sachfrage Recht bekommen. Schon im Jahr 2001 hat er gemeinsam mit Vertretern aller Fraktionen aus AK und ÖGB gegen den Putsch im Hauptverband demonstriert und das Vorgehen der Bundesregierung als "verfassungswidrig" bezeichnet.

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