Rossmann: Erhöhte Lehreranwesenheitspflicht in Schulen nicht automatisch erhöhte Arbeitszeit

Erstaunt über Reaktion der Lehrergewerkschaft

Wien, 2003-10-10 (fpd) - Für die freiheitliche Bildungsprecherin Mares Rossmann ist die Ansicht der Lehrergewerkschaft, dass eine erhöhte Anwesenheitspflicht von Lehrern an den Schulen gleichzeitig eine Ausweitung der Arbeitszeit sein soll so nicht nachvollziehbar. "Die Zeit die ein Lehrer nicht an der Schule verbringt ist im so genannten Topf C nicht eindeutig geregelt, ist aber trotzdem bezahlte Arbeitszeit. Warum soll es also nicht möglich sein, einige Stunden aus diesem Zeittopf auch in der Schule zu verbringen?"

Diverse Vor- und Nachbereitungen könnten von den Lehrern in dieser Zeit verrichtet werden. "Im Zuge einer Nachmittagsbetreuung von Schülern, wie zum Beispiel beim Beaufsichtigen von Schülern während sie die Hausaufgaben machen, wären solche Tätigkeiten durchaus möglich", so Rossmann. Sollte es darüber hinaus zu tatsächlichen Mehrleistungen kommen, dann soll man natürlich auch über eine finanzielle Belohnung nachdenken.

Der Widerstand der Gewerkschaft scheine darauf hinauszulaufen, einen geschützten Bereich zu erhalten. Wie in vielen anderen Bereichen werde man auch hier nicht umhin kommen Änderungen anzudenken und umzusetzen. "Selbstverständlich ist der Lehrerberuf psychisch und physisch sehr anstrengend! Es wird aber auch niemand einer Krankenschwester, einem Polizisten oder einer Kellnerin diese Belastungen absprechen. Im Gegensatz zum Lehrerberuf gibt es diesen Breichen aber keine Semesterferien, Osterferien, Sommerferien und Weihnachtsferien." Selbstverständlich sei es unbestritten, dass der Beruf des Lehrers auch einen Anspruch auf eine Erholungszeit haben müsse. Diese werde aber durch eine Erhöhung der Anwesenheitspflicht nur in geringem Maße verkürzt.

Weiters sieht Rossmann darin eine Möglichkeit den Junglehrern ein höheres Anfangsgehalt zu zahlen. Die Einstiegsgehälter sollen entsprechend angehoben werden und die Gehaltskurve dafür später etwas abflachen "Darum muss mit der Umstellung der Anwesenheitspflicht auch eine Anpassung des Besoldungssystems erfolgen", fordert Rossmann abschließend. (Schluss)

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