UNGARN - noch 204 Tage bis zur EU!

Ungarns historische Weinregionen - Somló

Wien (OTS) - Wo die Abhänge des Bakony-Gebirges auf die Kleine Tiefebene treffen, erhebt sich wie ein abgestutzter Kegel einsam der Somló-Berg, an dessen Hängen sich Ungarns kleinstes Weinanbaugebiet schmiegt. Dennoch kann sich sein Ruf mit jenen von Tokaj oder Badacsony messen.

Der Basaltkegel ist von sandig-lehmigen Meeresablagerungen sowie Lößmergel bedeckt, der Verwitterungsschutt aus Basalt und Tuff mischt sich mit dem Boden und bietet die Grundlage des "Somlóer Weines", dessen Geschmack einzigartig ist. Begünstigt wird dieser auch durch die vielen Sonnenstunden an den ziemlich steilen Hängen.

Die Weingegend von Somló bringt ausschließlich Weißweine hervor. Sie werden oxidativ ausgebaut und zeichnen sich durch ihre robusten Säuren sowie den hohen Extrakt- und Alkoholgehalt und trockenen Geschmack aus. Seit alters her wurden ihm heilkräftige Eigenschaften nachgesagt und bis heute wird er oftmals als "Wein der Hochzeitsnacht" bezeichnet. Dieser "Somlóer Lämmerschwanz" wurde auch von europäischen Königshäusern erprobt, wenn ein Erbe erforderlich war. Kaiserin Maria Theresia trank jeden Abend ein Gläschen als Schlummertrunk und gebar immerhin 16 Kinder. Jedenfalls ist er kein Wein für "alle Tage", den man so nebenbei trinkt. Die Somlóer Weine brauchen zur Entfaltung ihrer Aromen mindestens zwei Jahre, ideal zum Verzehr sind sie jedoch nach etwa vier Jahren.

Die wichtigsten Sorten der Region sind Welschriesling, Furmint und Lindenblättriger, wobei ersterer dominant ist.
Somló, liegt in einer historisch und landschaftlich besonders reizvollen Umgebung. Die "Hauptstadt" der Region ist das Städtchen Somlóvásárhely mit einer sehenswerten Kirche und schönen Wanderwegen, etwa zur Kapelle der Hl. Margarete aus dem 15. Jahrhundert oder zum Petöfi-Aussichtturm. Auch ein Aufstieg auf den Gipfel des Somlóer Berges lohnt nicht nur wegen der herrlichen Weingärten, sondern auch wegen der Burgruinen der einstigen Somlóer Burg.

Lohnenswert sind Ausflüge und Wanderungen in das Bakony-Gebirge mit ihren bizarren Felsformationen, wilden Schluchten, über einhundert Jahre alten Buchen- und Eichenwäldern, sanften Bergwiesen und verschlafenen Dörfern, die man auf teilweise gut markierten Wegen erkunden kann. Das deutsche Siedlungsgebiet bietet auch einige Kuriositäten, wie zweisprachige Ortstafeln mit witzigen Namen, etwa das Dörfchen "Wirtshäusl".

Das kulturelle Erbe der näheren und etwas weiteren Umgebung spiegelt sich in historischen Städten wie der "Königinnenstadt" Veszprém, in großartigen Abteien wie Zirc, zahlreichen Burgen und Schlössern, sowie vielen anderen Kleinoden an baulichen und landschaftlichen Juwelen. Eines davon ist das barocke Städtchen Pápa im Herzen des Bakony, ein zauberhaftes städtebauliches Kleinod. Die Katholische Hauptkirche ist eine der größten Ungarns, sehenswert sind das "Apotheker-Museum" und das einzigartige "Blaufärber-Museum" in einem alten Manufakturhaus.

Rückfragen & Kontakt:

Ungarisches Tourismusamt
Tel.: (++43-1) 585 20 12-13
Fax: (++43-1) 585 20 12-15
ungarn@ungarn-tourismus.at
http://www.hungarytourism.hu oder
http://www.travelport.hu

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | HUN0001