Fall Cheibani: Kabas fordert Vorlage des Universitätsgutachtens

Warum wird diese Angelegenheit unter den Tisch gekehrt?

Wien, 2003-10-10 (fpd) - Während die Justiz im Fall Cheibani bereits seit etlichen Tagen offiziell gegen den beteiligten Notarzt der Wiener Rettung ermittelt, wird die Öffentlichkeit noch immer im Dunklen über die Todesursache des im Stadtpark zu Tode gekommenen Mauretaniers gelassen. Faktum ist jedoch, daß es seit Wochen ein gerichtsmedizinisches Universitätsgutachten geben soll, das klar zum Ausdruck bringt, daß der Schwarzafrikaner im Drogenrausch randalierte. Laut diesem bereits auszugsweise in einer Tageszeitung zitiertem Gutachten soll Cheibani infolge seines "offenbar hochgradigen Erregungszustandes letztlich infolge einer akuten Herzmuskeldurchblutungsstörung und dadurch bedingtem Herzkreislaufversagen" gestorben sein. Dieses Problem warf heute der Obmann der Wiener Freiheitlichen Mag. Hilmar Kabas auf. ****

"Dieses Gutachten wird seit mindestens 28. August - an diesem Tag wurde daraus bereits öffentlich zitiert - offensichtlich unter Verschluß gehalten, während mit Vorverurteilungen - von Häupl, Pittermann bis zum "Falter" - offenbar Unschuldige zu Schuldigen gemacht werden sollten. Seit 26. September wird nun sogar gegen den Notarzt wegen des Verdachts der "fahrlässigen Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen" ermittelt, stellte Kabas fest.

"Diese Angelegenheit stinkt zum Himmel", so Kabas. Seit über einem Monat liege ein gerichtsmedizinisches Universitäts-Gutachten unter Verschluß, das sämtliche Beteiligte - vom Notarzt über die Polizisten bis zu den Sanitätern - von jeder Schuld entlastet, dennoch läuft seit 26. September - zumindest gegen den Notarzt - ein Verfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

"Soll hier unter dem Tisch gekehrt werden, daß der Schwarzafrikaner im Drogenrausch randalierte, andere gefährdete, letztendlich durch Herzversagen starb und dafür die Helfer über die Klinge springen? Will man das evidente Problem von vielen hier aufhältigen Schwarzafrikanern, die mit Drogenhandel in Zusammenhang gebracht werden, unter den Tisch kehren? Gibt es hier einen Auftrag bestimmter politischer Machthaber, daß man keine weitere Diskussion über den Tod eines wegen seiner Drogendelikte polizeibekannten, äußerst aggressiven Schwarzafrikaners wünscht, der offiziell im Rahmen des Wiener Ferienspiels mit Kindern in Kontakt gebracht wurde", stellte Kabas fragend in den Raum.

Die Öffentlichkeit sowie die parlamentarischen Gremien haben ein Recht auf Vorlage dieses gerichtsmedizinischen Gutachtens, bevor aus politischem Duckmäusertum die zu Hilfe gerufenen Ärzte, Sanitäter und Polizisten geopfert werden sollen. Schließlich geht es hier auch um deren Reputation und Existenz, so Kabas. (Schluß) HV

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