"Kinder brauchen mehr als Aufbewahrung"

Wien (OTS) - "Kinder brauchen mehr als Aufbewahrung" meint die Vorsitzende der Frauen in der GÖD. Die Meinung, Kinder seien in der Schule auch in der Freizeit gut untergebracht, ist für Gubitzer völlig falsch und nicht kindgerecht gedacht. "Die österreichischen Schulen haben derzeit nicht die nötigen räumlichen Vorraussetzungen, dass vor allem auch Kleinkinder sich mit ihrem natürlichen Bewegungsdrang in der Schule wirklich wohlfühlen können." erklärt Gubitzer. Ihrer Meinung nach muss klar getrennt werden zwischen Bildungszeit und Freizeit. Die Lehrerinnen und Lehrer haben vor allem einen Bildungsauftrag zu erfüllen. Die Freizeitbetreuung muss nach anderen Kriterien ausgerichtet sein.

Gubitzer fordert daher, dass in den Gemeinden eigene Betreuungszentren zu errichten sind, wo die Kinder auch sinnvolle Freizeitgestaltung erleben können. Kinder brauchen Gemeinschaftserlebnisse um in der Gemeinschaft leben zu lernen. Wichtig ist auch, dass Einrichtungen wie Musikschulen und Vereine nicht durch die "Daueraufbewahrung" in der Schule nahezu ausgehungert werden. Auch die nötige Verköstigung ist so sicher leichter zu bewerkstelligen. "Schulbänke sind keine Essplätze" kritisiert Gubitzer weiter. Insbesondere ist für die Psyche der Kinder eine Betreuung in größeren Gruppen durchaus nachteilig. Auf die Individualität jedes Kindes muss entsprechend eingegangen werden, will man es auch in seiner Entwicklung positiv fördern.
Die Betreuung der Kinder in ihrer Freizeit muss vor allem kindgerecht sein und kann sich nicht ausschließlich nach den Bedürfnissen der Eltern orientieren.

Abschließend erklärt Gubitzer: "Was wir in unsere Kinder investieren, das investieren wir für eine gute Zukunft. Es darf nicht nach der billigsten Lösung gesucht werden, sondern Ziel muss sein, die Kinder so in das Leben einzuführen, dass sie nicht auf die nötige liebevolle Zuwendung als Einzelperson verzichten müssen und entsprechend ihren Neigungen und Bedürfnissen gefördert werden. Klare Trennung zwischen Schule und Freizeit ist unabdingbar. Auch Erwachsene wollen nicht ihre Freizeit am Arbeitsplatz verbringen!"

Rückfragen & Kontakt:

Christine Gubitzer,
Vorsitzende der Frauen in der GÖD
Tel.: 01/53454/275

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