Pittermann: Gesundheitszustand steigt mit dem Bildungsgrad

Neue Studie über "Lebensstile in Wien" veröffentlicht

Wien (OTS) - Die Studie "Lebensstile in Wien" beruht auf den Daten des Wiener Gesundheits- und Sozialsurveys, der in zwei Wellen in den Wintermonaten der Jahre 1999/2000 sowie 2000/2001 erhoben wurde. Die Zielpopulation war dabei die Wiener Wohnbevölkerung ab einem Alter von 16 Jahren, der Stichprobenumfang betrug 4.019 Personen. Die Auswertung und Interpretation der Daten wurde vom Institut für Sozialmedizin der Universität Graz durchgeführt (Projektleiter:
Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Freidl).

"Diese Studie zeigt, die Wienerinnen und Wiener sind überzeugt, dass sie selbst etwas für ihre Gesundheit tun können. Leider gibt es dann eine Diskrepanz zwischen dem Bewusstsein und ihrem tatsächlichen Verhalten. So lässt beispielsweise die Teilnahme an der Gesundheitsvorsorge noch immer zu wünschen übrig. Doch mit Kampagnen und Informationstagen versuchen wir, das Verhalten der Wienerinnen und Wiener zu ändern", erklärt Gesundheitsstadträtin Dr. Elisabeth Pittermann.

Gesundheitsverhalten

Die Überzeugung, für die eigene Gesundheit zumindest wahrscheinlich etwas tun zu können, teilt der überwiegende Teil der Männer (98 Prozent) sowie der Frauen (97 Prozent). Die Überzeugung, dass die Gesundheit von eigenen Handlungen abhängt, nimmt aber mit dem Bildungsgrad eindeutig zu. In diesem Ergebnis dokumentiert sich die hohe Bedeutung der Bildung als einer der Faktoren, welcher zur gesundheitlichen Ungleichheit zwischen den sozialen Schichten einen wesentlichen Beitrag leistet. Die gesundheitsbezogene Kontrollüberzeugung nimmt zudem mit steigendem Einkommen und mit besserem Gesundheitszustand zu.****

Das Gesundheitsbewusstsein, d. h. Achten auf die eigene Gesundheit, steigt mit zunehmendem Alter stark an. Auch achten Personen mit chronischen Krankheiten häufiger auf ihre Gesundheit; dies erklärt zumindest teilweise die Alterszunahme des Gesundheitsbewusstseins. Ebenso nimmt das Gesundheitsbewusstsein mit dem verfügbaren Einkommen zu.

Vorsorgeverhalten

Die regelmäßige Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen steigt bei Frauen bis zur Altersgruppe der 45- bis 59-Jährigen stark an und fällt in den nachfolgenden Altersgruppen wieder deutlich ab. Bei Männern hingegen wird das Maximum erst bei den 60- bis 74-Jährigen erreicht, und nimmt - im Gegensatz zu den Frauen - in der nachfolgenden Altersgruppe nur geringfügig ab.

Die deutlich geringere regelmäßige Teilnahme der Frauen und vor allem der Männer der untersten Bildungsschicht (Pflichtschulbildung) an Vorsorgeuntersuchungen weist auf vermehrten Handlungsbedarf der Gesundheitspolitik bei dieser Zielgruppe hin. Auch nach der Höhe des Haushaltseinkommens zeigt sich, dass sozial Schwächere bedeutend seltener eine Vorsorgeuntersuchung vornehmen lassen als die Vergleichsgruppen.

Der gesamte Bericht ist unter
http://www.wien.gv.at/who/forms/bestell.htm nachzulesen. Eine
Kurzfassung kann unter csi@bgf.magwien.gv.at bestellt werden. (Schluss) vit

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