Burgenland gibt Startschuss für divitec

15 Millionen Euro-Abfallbehandlungsanlage in Bau - 81.250 Tonnen Jahreskapazität Oberpullendorf (OTS) - In der mittelburgenländischen Bezirkshauptstadt Oberpullendorf ist die Errichtung der Abfallbehandlungsanlage "divitec" für nicht gefährliche Abfälle angelaufen. Am Donnerstag gaben Landeshauptmann Hans Niessl und Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Steindl den Startschuss für die auf etwas mehr als 80.000 Jahrestonnen ausgelegte Anlage. Die Maschinentechnik steht kurz vor der Vergabe, die divitec-Anlage soll im Frühjahr 2004 in Betrieb gehen.

Auf einer Fläche von 4600 m2 - unmittelbar neben den bestehenden Anlagen des UDB - errichtet die UDB Abfallservice GmbH eine mechanisch-physikalische Müllsplitting-Anlage, die mit modernster Sortier-, Zerkleinerungs-, Abscheide- und Aufbereitungsmechanik ausgestattet sein wird. Die Anlage kostet rund EUR 15 Millionen und ist für einen jährlichen Durchsatz von maximal 81.250 Tonnen Restmüll dimensioniert.

"Die divitec-Anlage verfolgt das Ziel, den höchstmöglichen Wertstoffanteil aus den Abfällen zurück zu gewinnen, vor allem Kunststoffe und Metalle", sagt Walter Bierbaum, Geschäftsführer der UDB Abfallservice GmbH, die die Anlage im Auftrag des Umweltdienst Burgenland errichten und betreiben wird. Bei der Bau-Ausschreibung kam eine Arbeitsgemeinschaft aus den Firmen Pfnier & Co GmbH, Strabag AG und Alpine-Mayreder Bau GmbH zum Zug.

Zur Startschuss-Feier fanden sich Landeshauptmann Hans Niessl, sein Stellvertreter Franz Steindl sowie die Landesräte Helmut Bieler und Peter Rezar ein. Den offiziellen Startschuss nahmen die beiden Landeshauptleute vor. Niessl zeigte sich zufrieden darüber, dass der burgenländische Abfallwirtschaftsplan nunmehr in die Realität umgesetzt wird: "Das Projekt divitec ist ein wichtiger Schritt, um die 2004 geltende Deponieverordnung zu erfüllen." Stellvertreter Steindl hob die regionalpolitische Bedeutung für die Gemeinden hervor: "Divitec bedeutet Entsorgungssicherheit für die burgenländischen Haushalte und ist somit ein weiterer Beitrag zur Erhöhung der Umweltstandards."

Auslöser für die burgenländische Großinvestition ist die im Jänner kommenden Jahres wirksam werdende Deponieverordnung. Sie verbietet die Deponierung von unbehandeltem Abfall. Bierbaum: "Daher müssen wir den Müll in divitec derart behandeln, dass einerseits reaktionsarme Reststoffe und andererseits heizwertreiche Fraktionen übrig bleiben."

Hochenergetische brennbare Fraktionen werden ab Juni 2004 der AVE Reststoffverwertung Lenzing in Oberösterreich übergeben, dort verbrannt und zur Dampferzeugung genutzt. AVE ging als Bestbieter aus einer europaweiten Ausschreibung hervor. Der Vertrag zwischen Umweltdienst und AVE läuft 15 Jahre und umfasst ein jährliches Volumen von maximal 35.000 Tonnen.

Der durch Einsprüche mehrerer Einzelpersonen bewirkte Zeitverlust werde es unmöglich machen, mit der Abfallbehandlung in der divitec schon am 1. Jänner 2004 zu beginnen, sagt Bierbaum. "Wir rechnen damit, dass wir im Frühjahr 2004 den Vollbetrieb aufnehmen können und setzen selbstverständlich alles daran, die gesetzlich vorgesehene Zwischenlagerung so weit wie möglich zu minimieren."

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