Droht österreichischen Pensionskassen die Pleite? NEIN.

Der Fachverband der Pensionskassen nimmt zu einer fragwürdigen Studie von Mercer Consulting kritisch Stellung.

Wien (PWK 681) - "Wenn Pensionskassen in Studien thematisiert werden, ist das grundsätzlich positiv," so Dr. Fritz Janda, Geschäftsführer des Fachverbandes der Pensionskassen Österreichs. "Aus diesem Grund freut es uns, dass am Donnerstag, den 16. Oktober 2003 das WIFO eine umfassende Studie zum Thema ‚Die Entwicklung der betrieblichen Altersvorsorge in Österreich‘ präsentieren wird."

Die Pensionskassen haben schon vor Jahren erkannt, wie wichtig gute Kommunikation ist. Durch eine wesentlich verstärkte Öffentlichkeitsarbeit, zusätzliche Informationsveranstaltungen und vielfältige Maßnahmen in den einzelnen Pensionskassen ist hier in den letzten drei Jahren viel geschehen.

Den Österreichischen Pensionskassen eine schlechte Performance in den Jahren 2001 und 2002 vorzuhalten, ist so, als ob man einem Schiff nach einem Sturm wegen einer verbogenen Relingstütze die Seetüchtigkeit abspricht, ohne dabei zu berücksichtigen, dass im selben Sturm andere Schiffe schwer ramponiert wurden. Nur zur Erinnerung nochmals die Performance 2002 der Pensionskassen in Europa im Vergleich:

Belgien: -12,1% U.K.: -13,4% Irland: -19,6% Niederlande: - 8,6% Spanien: - 9,9% Österreich: - 6,3%

Dieses vergleichsweise respektable Ergebnis ist auf verantwortungsvolle Veranlagungsstrategien der Pensionskassen zurückzuführen, wo Asset Liability Studies ebenso zum Alltag gehören, wie differenziertes Fondsmanagement und Flexibilität.

Der Fachverband betont, dass alle Pensionskassen von den Vertretern der Anwartschafts- und Leistungsberechtigten im Aufsichtsrat, dem Wirtschaftsprüfer, dem Prüfaktuar und der Finanzmarktaufsicht überwacht werden. Die Pensionskassen erfüllen die gesetzlichen Erfordernisse hinsichtlich Eigenkapitalausstattung und hinter ihnen stehen namhafte Aktionäre. Von Insolvenzgefahr kann daher keine Rede sein. Der bisherige Verlauf 2003 lässt außerdem ein normales Jahr für Pensionskassen erwarten.

Abschließend bemerkt Janda, dass "selbsternannte Propheten" Studien zu einem guten Teil als Eigenwerbung verwenden und eine ganze Branche durch unrichtige Äußerungen in Verruf bringen.

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Wirtschaftskammer Österreich
Fachverband der Pensionskassen Österreichs
Dr. Fritz Janda
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