FSG Jugend Lechner: 1200 Jugendliche ohne Lehrstelle und Bartenstein bohrt in der Nase

Wien (FSG Jugend). "Das einzige, das diese Bundesregierung schnell erledigt, ist das Verkaufen von wertvollem öffentlichem Eigentum. Wenn Schüssel und Grasser sich einbilden, die VÖST zu verkaufen, geht das scheinbar innerhalb weniger Wochen. Wenn es aber um arbeitslose Jugendliche geht, bleibt die Bundesregierung die Antworten über Jahre schuldig", stellte der Vorsitzende der FSG Jugend Niederösterreich, Thomas Lechner, im Rahmen einer Öffentlichkeitsaktion in St. Pölten am Donnerstag fest. ++++

1200 Jugendliche haben auch in diesem September in Niederösterreich eine "Leerstelle" statt einer Lehrstelle bekommen. "Entweder ist Bartenstein als zuständiger Minister mit diesem Problem überfordert, oder es ist teil seines neoliberalen Wirtschaftskurses, zigtausende Jugendliche ohne Lehrstelle oder Arbeit auf der Straße stehen zu lassen. Anstatt endlich aktive Maßnahmen zu setzen, versteckt sich der Wirtschaftsminister förmlich hinter seiner Regierungsbank. Selbst Maßnahmen wie der Berufsausbildungsfond, der in der Zwischenzeit schon vom Niederösterreichischen Landtag und Teilen der ÖVP dominierten Christgewerkschafter gefordert wird, werden von Bartenstein nicht umgesetzt", kritisierte Lechner

"Wenn Bartenstein nicht fähig, ist dieses Problem als zuständiger Minister zu lösen, soll er es endlich zugeben und kompetenteren Personen übertragen. Es wird Zeit, statt einer großen Ankündigungspolitik endlich Nägel mit Köpfen zu machen und entweder die Betriebe stärker in die Pflicht zu nehmen, oder effiziente Alternativen zur Lehre zu schaffen. Das ständige Verstecken von Jugendlichen in den AMS Statistiken mittels Schulungs- und anderer Maßnahmen ist unter Bartenstein schon zur Olympischen Disziplin herangereift. Den betroffenen Jugendlichen hilft das aber keineswegs", so Lechner.

"Es wird für die handelnden Herren in dieser Bundesregierung höchste Zeit, wieder Politik für die österreichische Bevölkerung zu machen und nicht permanent einen kleinen Kreis von Millionären und Wirtschaftskapitänen zu bedienen. Die ÖVP wäre gut beraten in ihrer wertlosen Wertediskussion auch das Recht von Jugendlichen auf Arbeit und gute Ausbildung mit einzubeziehen", sagte Lechner abschließend.

FSG, 9. Oktober 2003
Nr. 068

Rückfragen & Kontakt:

FSG Jugend
Josef Knotzer
Windmühlgasse 28
1060 Wien
0664/6145062

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGS0001