Gentechnik in der Landwirtschaft: LR Wurmitzer und friulanischer Amtskollege diskutierten Vorsorgegesetz

Italienische Region bekundet Interesse an gentechnikfreien Zonen

Klagenfurt (LPD) - Um das Problem Gentechnik in der
Landwirtschaft drehte sich am Mittwoch ein Arbeitsgespräch zwischen Kärntens Agrarlandesrat Georg Wurmitzer und seinem Amtskollegen aus dem italienischen Friaul-Julisch Venetien, Enzo Marsilio, in Udine. So soll das Thema Gentechnik auch weiterhin grenzüberschreitend abgestimmt werden, außerdem sollen friulanische Experten in eine internationale Arbeitsgruppe in Kärnten eingebunden werden.

Wurmitzer übergab Marsilio weiters den Entwurf eines Gentechnik-Vorsorgegesetzes, welches noch im Oktober von einer internationalen Expertengruppe in Kärnten diskutiert und gemäß den veränderten Vorgaben der Europäischen Kommission verfeinert werden soll. "Mir ist es wichtig, dieses Thema über die Grenzen koordiniert zu behandeln, denn vom Wind getragene Samen werden nicht an der Grenze Halt machen", strich Wurmitzer hervor. Auch Marsilio bekräftigte das Interesse Friaul-Julisch Venetiens, gentechnikfreie Zonen vor allem in den hochsensiblen Berggebieten und an den Grenzen einzurichten.

Zur Sicherung alter Obstsorten soll künftig auch ein Know How-Transfer zwischen der Obstbauversuchsanstalt St. Andrä im Lavanttal und den renomierten Forschungszentren in Friaul-Julisch Venetien (ERSA und SAASD) aufgebaut werden. Dadurch sollten die alten Obstsorten an Hand der bereits errichteten Gendatenbänke sowie gemeinsamer Reserven für die Zukunft gesichert werden.

Ebenfalls besprochen haben Wurmitzer, Marsilio sowie der friulanische Referent für internationale Beziehungen, Ezio Beltrame, das Projekt Dreiländermarkt, welches im kommenden Jahr bei der Südrast im Kärntner Arnoldstein umgesetzt werden soll. Mehrere Gesellschaften und Unternehmen aus Kärnten, Friaul und Slowenien seien bereits daran interessiert, in die geplante Betreibergesellschaft einzusteigen. Nun gehe es auch darum, die Finanzierung des Projektes zu klären, sagte Wurmitzer, dem seitens Friaul bereits die finanzielle Beteiligung zugesichert worden sei. Neben typischen landwirtschaftlichen und kulinarischen Produkten aller drei Regionen, sollen am Dreiländermarkt auch das Kunsthandwerk und Kulturelles im Mittelpunkt stehen.
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