Niederwieser zu Ganztagsschule: FPÖ verbreitet bewusst Missverständnisse

SPÖ will sich nicht mit zweitbester Lösung zufrieden geben

Wien (SK) "Als Schulmodell betrachten wir die Ganztagsschule als die bessere Form, sprechen uns aber im Unterschied zur FPÖ nicht gegen bestimmte Formen der Nachmittagsbetreuung aus. Flexible Lösungen sind gefragt und nicht ein mit bewussten Missverständnissen gepaartes engstirniges Herangehen an dieses so wichtige Thema" erklärte SPÖ-Bildungssprecher Erwin Niederwieser Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ auf die heutigen FPÖ-Aussagen zum Thema Ganztagsschule. ****

Natürlich sei es die finanziell billigere und einfachere Variante, nicht den Ausbau von Ganztagsschulen, sondern Horte oder Nachmittagsbetreuung zu forcieren. Es sei aber vor allem eine Frage der Qualität und unser Ziel müsse sein, das Schulsystem in Top-Form zu bringen und sich nicht mit der zweitbesten Lösung zufrieden zu geben, betonte Niederwieser.

Anstatt die Eltern mit bewussten Missverständnissen hinsichtlich der Finanzierungsfrage zu verunsichern, empfiehlt Niederwieser den beiden FPÖ-PolitikerInnen Rossmann und Bleckmann, sich mit dem SPÖ-Ganztagsschulmodell genauer auseinanderzusetzen. "Die jährlichen Kosten eines Ganztagsschulplatzes von 3.000 Euro beinhalten die Gesamtkosten und müssen mit den Essensbeiträgen der Eltern sowie höheren Sozialversicherungs- und Steuerbeiträgen durch die zu erwartende höhere Frauenerwerbstätigkeit gegengerechnet werden. Die Eltern werden nicht mit 3.000 Euro/Jahr belastet, sondern zahlen lediglich einen sozial gestaffelten Beitrag für das Mittagessen", betonte der SPÖ-Abgeordnete.

Der FP-Forderung nach 400.000 Betreuungsplätzen kann Niederwieser viel abgewinnen, wiewohl ihm der SPÖ-Plan für 100.000 Plätze innerhalb der nächsten zehn Jahre angesichts der budgetären Verschwendungspolitik der Regierung seriöser erscheine. Solange es seitens des Bildungsministeriums keine Zusagen und Pläne für den Ausbau gebe, bleibe es bei reinen Schauveranstaltungen der Koalitionspartner, so Niederwieser. Rossmann solle lieber ihren Koalitionsfreund Werner Amon von der Notwendigkeit einer Unterrichtsausschuss-Sitzung überzeugen, um dieses Thema ernsthaft zu diskutieren, verlangte Niederwieser abschließend. (Schluss) cs/mm

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