Uni-Park Nonntal erhält Unterstützung vom Bund Schausberger: Voraussetzung für Qualitätssteigerung des Universitätsstandortes Salzburg

Salzburg (OTS) - Mit der heutigen Unterzeichnung des Salzburger Universitätsabkommens werde eine weitere wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige Qualitätssteigerung des Universitätsstandortes Salzburg erfüllt, von der vor allem die Paris-Lodron-Universität sowie das Mozarteum profitieren. Das betonte Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger heute, Donnerstag, 9. Oktober, bei der Unterzeichnung des Universitätsabkommens zwischen Bund, Land, Stadt und Universität Salzburg in Wien. Mit dieser politischen Vereinbarung verpflichtet sich der Bund, sich für den Neubau der Teile der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg einzusetzen. Damit soll die Realisierung des Projekts "Unipark Nonntal" initiiert und betrieben werden. Die Vereinbarung unterzeichneten heute die Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Elisabeth Gehrer, Landeshauptmann Dr. Franz Schausberger, Bürgermeister Dr. Heinz Schaden, Rektor Univ.-Prof. Dr. Heinrich Schmidinger und Rektor Dr. Roland Haas.

"Qualitätssicherung, Schwerpunktbildung und Profilentwicklung sind wesentliche Komponenten des neuen Universitätsgesetzes", sagte Bundesministerin Gehrer bei der Unterzeichnung. "Durch die baulichen Maßnahmen, die im Salzburger Universitätsabkommen vereinbart sind, sind die Universität Salzburg und das Mozarteum auch in räumlicher Hinsicht für die Herausforderungen der Zukunft gerüstet. Beide Universitäten werden als moderne Universitätsstandorte noch attraktiver und wettbewerbsfähiger."

Die Sicherung und der Ausbau des Standortes der universitären Lehr-und Forschungsstätten in Salzburg seien seit seinem Amtsantritt als Landeshauptmann von großer Bedeutung, führte Schausberger weiter aus. Mit der Salzburg Management Business School und der Privaten Medizinischen Universität Salzburg wurde der Universitäts- und Wissenschaftsstandort Salzburg bereits durch zwei neue Einrichtungen aufgewertet.
Konkret bedeutet die Unterzeichnung, dass der Universitätspark Nonntal gebaut wird. Außerdem soll das Sportwissenschaftliche Institut in Salzburg-Rif ein neues Zuhause erhalten. Die Universität Salzburg bekommt ein neues Forschungszentrum für Biowissenschaften und Gesundheit. Die Kunstuniversität Mozarteum bekommt bis zum Mozartjahr 2006 ein völlig neues Zuhause auf dem Mirabellplatz, der zweite Mozarteumsstandort wird im Uni-Park Nonntal entstehen. Darüber hinaus richtet das Land einen Salzburger Hochschulfonds ein, eine Arbeitsgruppe wird für die Umsetzung der Vereinbarung sorgen.

Die Vereinbarung im Detail

1. Die Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur (BMBWK) setzt sich für einen Neubau für jene Teile der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg ein, die derzeit in der Akademiestraße untergebracht sind, und wird die dafür erforderlichen Beschlüsse betreiben. Damit soll die Realisierung des Projekts "Universitätspark Nonntal"
initiiert und betrieben werden. Die erforderlichen Grundstückstransaktionen stehen vor dem Abschluss.
2. Das BMBWK und das Land Salzburg stellen Gelder für eine Beteiligung am Kauf des Schlosses Rif zur Errichtung eines sportwissenschaftlichen Zentrums bereit und setzen damit die erfolgreiche Zusammenarbeit beim Universitäts- und Landessportzentrum Rif mit dem gemeinsamen Kauf und der Bewirtschaftung des Schlosses Rif fort.
3. Das BMBWK wirkt am Aufbau eines dem universitären Schwerpunkt dienenden neuen Forschungszentrums "Biowissenschaften und Gesundheit" mit, das unter Einbindung des
Universitätsrates der Universität Salzburg und weiterer Partner realisiert werden soll. Die Federführung liegt bei der Universität Salzburg.
4. Die BMBWK sichert die "Generalsanierung und Neuausstattung des Mozarteumsgebäudes Mirabellplatz" bis zum Mozartjahr 2006 zu. Das Mozarteum erhält zum Mozartjahr 2006 ein völlig neues Zuhause. Die Bestellung des Neubaues durch das Bundesministerium bei der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) wird so rechtzeitig erfolgen, dass die Fertigstellung anlässlich des Mozartjahres 2006 gewährleistet ist.
5. Die BMBWK befürwortet den Plan zur Konzentration des Mozarteums auf möglichst wenige Standorte - neben dem Mirabellplatz und der Frohnburg - vorzugsweise auf das Gelände Unipark Nonntal. Das zweite Standbein des Mozarteums soll dort konzentriert werden. Sie wird sich für die Mitfinanzierung einsetzen. Die Federführung liegt beim Mozarteum. Die endgültige Struktur wird von den Ergebnissen des Entwicklungsplans, der noch zu vervollständigen ist, abhängig gemacht.
6. Das Land wird - vorbehaltlich der notwendigen Beschlüsse -gemeinsam mit Partnern
einen Salzburger Hochschulfonds einrichten.
7. Für die Realisierung und Abwicklung der Vorhaben wird eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Experten des BMBWK, der BIG, des Landes und der Stadt Salzburg sowie der Universität und des Mozarteums Salzburg, eingerichtet

Schmidinger: Universitätsstandort Salzburg wird gefördert

Es ist ermutigend, dass der Universitätsstandort Salzburg gefördert und durch das heute unterschriebene Salzburger Universitätspaket unterstützt werde, unterstrich Univ.-Prof. Dr. Heinrich Schmidinger, Rektor der Universität Salzburg. Die Realisierung des Uni-Parks Nonntal sei sowohl für den größten Teil der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Paris-Lodron-Universität Salzburg als auch für die Kunstuniversität Mozarteum von wesentlicher Bedeutung. Durch die Bereitstellung der Gelder für den Kauf des Schlosses Rif durch den Bund und das Land Salzburg werde es möglich, den international renommierten Fachbereich Sportwissenschaften so auszubauen, dass ein sportwissenschaftliches Zentrum für ganz Österreich und darüber hinaus entstehen wird.

Das Forschungszentrum "Biowissenschaften und Gesundheit" diene einem innovativen Forschungsbereich, dessen Förderung sowohl dem Forschungsleitbild des Landes als auch der Schwerpunktsetzung der Universität Salzburg entspreche, so Schmidinger. Ein besonderer Beitrag zur Stärkung des Universitätsstandortes Salzburg werde schließlich durch einen Salzburger Hochschulfonds geleistet. Dieser Fonds soll gemeinsam mit Partnern eingerichtet werden. Schmidinger erwartet sich dadurch eine nachhaltige Verbesserung der Situation der Universitäten in Salzburg.

Haas: Neues Erscheinungsbild für Mozarteum

Die Universität Mozarteum ist seit 1998 auf Grund des jähen Auszugs aus dem Hauptgebäude Mirabellplatz 1 an zehn verschiedenen Plätzen in Salzburg untergebracht. Damit wurden für die Lehre und die Erschließung der Künste teils bessere, vielfach aber unzureichende Unterbringungen geschaffen, betonte Dr. Roland Haas, Rektor des Mozarteums Salzburg. Daher befürworte er diese Initiative und die erneute Bekräftigung der Absicht, das Gebäude auf dem Mirabellplatz 1 bis 2006 wieder voll in Betrieb zu setzen. Das Gebäude werde von der äußeren Gestalt und dem inneren Aufbau völlig überarbeitet werden.

Positiv sieht Haas auch die Absicht, die Ausbildung am Mozarteum (vor allem Schauspiel, Kunst- und Werkerziehung, Werkstätten, Spielforschung, Kirchenmusik und Verwaltung), die nicht im Haus Mirabellplatz 1 Platz finden kann, an weiteren, wenigen Standorten zusammenzufassen und hauptsächlich im Universitätspark Nonntal ausreichend Platz vorzusehen. Damit werde auch für die Entwicklung des Universitätsstandortes Salzburg und die Zusammenarbeit der Universitäten Paris Lodron und Mozarteum ein wichtiger und zukunftsweisender Schritt gesetzt, so Haas. Auch die Errichtung eines Salzburger Hochschulfonds bedeute eine entscheidende Zukunftssicherung für die Universität.

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