Graber (KPÖ): Wir sind erfreut, dass ÖGB-Präsident Verzetnitsch eine langjährige KPÖ-Forderung aufgreift

Wien (OTS) - Im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit forderte ÖGB-Präsident Verzetnitsch gestern die Schaffung von Ausbildungsfonds, die von allen Unternehmen getragen werden sollen. Der wirtschaftspolitische Sprecher der KPÖ, Michael Graber, ist erfreut, dass der ÖGB damit eine langjährige Forderung der KPÖ aufgreift.

Graber: "Es geht nicht an, dass 13.000 Jugendliche ohne Lehrstelle sind, während viele Großbetriebe ihre Profite steigern können. Wer einer gesetzlich verankerten Verpflichtung zur Ausbildung von Lehrlingen nicht nachkommt, der soll zahlen."

Aus der Lehrlingsausbildung wurde in den letzten Jahren "immer mehr ein profitables Geschäft für Unternehmen. Tausende Jugendliche erhalten aber, trotz diverser Anreize für Unternehmer, keinen Lehrplatz, werden in neu kreierte Schmalspurlehren und Vorlehren und damit in eine berufliche Sackgasse abgeschoben. Welche Perspektiven soll ein dreijähriges Hamburger-Verkaufen beim Fastfood-Multi McDonald's einem Jugendlichen eröffnen, selbst wenn er damit offiziell den Lehrberuf des Systemgastronomen erlernt hat?", fragt Graber.

Graber betont auch, dass das "Gerede von der Möglichkeit der freien Berufswahl leeres Geschwätz bleibt, solange nicht ein Überhang an Ausbildungsplätzen den Jugendlichen ermöglicht, ihr Recht auch praktisch wahrzunehmen.

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