Kuntzl zu Wertedebatte: ÖVP agiert weiter an Realität vorbei

Gehrers Aufforderung "Weniger raunzen" Affront gegenüber der Jugend

Wien (SK) Die gestrige ÖVP-Veranstaltung zur Wertediskussion habe einmal mehr gezeigt, wie die ÖVP an der Realität vorbeiagiert. Während Ministerin Gehrer abends die Devise an die Jugendlichen ausgibt "Weniger raunzen, lieber positiv denken", schanze sie tagsüber "ÖVP-Dinos" Jobs in ihrem Ministerium zu und verweigere ungebrochen, dass für die jungen Menschen in Österreich vernünftige Rahmenbedingungen geschaffen werden, so SPÖ-Familiensprecherin Andrea Kuntzl Donnerstag gegenüber dem Pressedienst der SPÖ. ****

Die gestern getätigte Aussage Gehrers "Man soll die Herausforderungen des Lebens mit Engagement und Freude annehmen und vor allem mit positivem Denken. Mir geht es auf die Nerven, wenn Leute immer nur die negativen Seiten sehen" könne angesichts überfüllter Uni-Hörsäle, gekürzter Unterrichtsstunden und damit laufend schwindender Zukunftschancen nur als "Affront gegenüber den jungen Menschen in Österreich" empfunden werden. "Die allerwenigsten werden wie die 'ÖVP-Dinos' Höchtl, Kiss und Helm von der Ministerin persönlich betreut und mit Jobs in ihrem Ressort versorgt." ('News' berichtet in der aktuellen Ausgabe). "Österreichs Jugend muss sich mit nahezu untragbaren Zuständen an Schulen und Unis herumschlagen und hat im Moment relativ wenig Anlass zum positiven Denken", so Kuntzl, die die Ministerin und die gesamte Regierung aufforderte, endlich die notwendigen Rahmenbedingungen zu schaffen, um der Jugend Perspektiven zu eröffnen.

Eine herbe Enttäuschung müsse für Gehrer bei der gestrigen Veranstaltung auch gewesen sein, dass der Philosoph Liessmann das "Ende der Spaßgesellschaft" feststellte. "Einmal mehr wurde damit bestätigt, dass ihr Vorwurf an die Jugend, nur von Party zu Party zu rauschen, ungerecht sei und ins Leere geht", so die SPÖ-Familiensprecherin, die abschließend bemerkte, dass sich das Interesse der Jungen an den ÖVP-Wertvorstellungen wohl eher in Grenzen halte, lag das Durchschnittsalter bei der gestrigen Diskussion doch bei etwa 55 Jahren. (Schluss) cs

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