Kossina: Wien soll Vorbild für Bundestierschutzgesetz sein

Nur strenges und einheitliches Bundesgesetz kann Leid der Tiere verhindern

Wien (OTS) - "Die Forderung nach einem einheitlichen Bundestierschutzgesetz war offensichtlich nur ein Wahlzuckerl der ÖVP, denn seit einem Jahr wurde nichts Brauchbares auf den Tisch gelegt", stellt Umweltstadträtin Dipl. Ing. Isabella Kossina am Donnerstag anlässlich der Landesumweltreferentenkonferenz in Vorarlberg fest. Kossina: "Um das Leid vieler Tiere zu verhindern, brauchen wir rasch ein einheitliches Bundestierschutzgesetz." Vorbild dafür könne Wien sein, das mit seinen Gesetzen schon heute ein sehr hohes Niveau aufweise. Eines steht für Kossina fest: Durch ein einheitliches Gesetz darf es keinen Rückschritt im Tierschutz geben.

Kossina betonte, dass der aktuelle Entwurf des Bundes sogar eine Verschlechterung im Vergleich zu den derzeit geltenden Länderbestimmungen darstelle. Kossina: "Zentrale Anliegen des Tierschutzes werden nicht behandelt". So sei der Schutz der Tiere vor der Zufügung von Leid nicht ausreichend gegeben: Das Verbot von Stachelhalsbändern oder elektronischen Dressurgeräten kommen im Entwurf zum Bundesgesetz nicht vor. Auch fordere Wien ein Verbot der Pelztierzucht, und die Möglichkeit bei Verstößen gegen das Gesetz ein Tierhalteverbot aussprechen zu können.

Wiens Tierschutzgesetz hätte ein sehr hohes und strenges Niveau, so Kossina. "Vor einer Kompetenzabtretung an den Bund müssen alle inhaltlichen Vorgaben der Länder erfüllt sein. Es darf keine Nivellierung nach unten geben", so Kossina.(Schluss) bfm

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