Christoph Leitl als EUROCHAMBRES-Präsident wiedergewählt

Leitl zwei weitere Jahre an der Spitze der Europäischen Wirtschaftskammern

Wien (PWK678) - Die Europäischen Wirtschaftskammern EUROCHAMBRES haben Wirtschaftskammer Österreich-Chef Christoph Leitl auf ihrer Vollversammlung in Rom, Mittwoch nachmittags, für weitere zwei Jahre zu ihrem Präsidenten gewählt. EUROCHAMBRES vertritt als Dachverband von 41 nationalen und 1600 regionalen und lokalen Kammern rund 15 Millionen Betriebe und ist damit die größte Unternehmervertretung in Europa.

Leitl bedankte sich für die breite Unterstützung: "Ich freue mich, diese wichtige Aufgabe weiterhin ausüben zu dürfen und verspreche auch für die Zukunft vollen Elan und Einsatz."

Während seiner ersten Amtsperiode sei es EUROCHAMBRES dank direktem Kontakt mit US-Vertretern gelungen, etwa bei der Reform der Eigenkapitalregeln für die Kreditwirtschaft - kurz Basel II -entscheidende Verbesserungen für die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Europa zu erreichen. Der Aufbau des globalen Kammernnetzwerkes "Global Chamber Plattform" stelle einen weiteren Meilenstein der vergangenen zwei Jahre dar, so Leitl. "Gerade in schwierigen konjunkturellen Zeiten und angesichts der Spannungen im internationalen Handelssystem ist es wichtig, den wirtschaftlichen Dialog und die Kooperation mit den verschiedenen Teilen der Welt zu intensivieren." Die Wirtschaft baue Brücken, wo andere Gräben aufreißen.

In nächster Zukunft gehe es in erster Linie darum, die Herausforderungen zu bewältigen, die der Wirtschaft mit der EU-Erweiterung am 1. Mai 2004 bevorstehen, und das Thema "Mittelstandsfreundlichkeit" ins Zentrum der europäischen Politik zu rücken. "Wir müssen es schaffen, dass Brüssel die Anliegen der KMU wirklich ernst nimmt", so Leitl: "Die EZB soll künftig nicht mehr nur auf Preisstabilität achten, sondern aktiv an wirtschafts- und beschäftigungspolitischen Zielen mitwirken. Die EU-Kommission sollte mit ihren Kompetenzen so ausgestattet werden, dass sie wie eine europäische Regierung arbeiten kann. Europa braucht wirtschaftspolitische Strategien!"

Mit der Lissabonner Reformagenda habe sich die EU im Prinzip eine richtige Handlungsanleitung für vernünftiges Wirtschaften gegeben, doch die Umsetzung lasse zu wünschen übrig. "Den Worten müssen endlich Taten folgen. Sonst können wir das Ziel, bis 2010 zur wettbewerbsfähigsten wissensbasierten Region in der Welt aufzusteigen, gleich in den Wind schreiben", warnt der EUROCHAMBRES-Präsident. "Nur gesunde und wettbewerbsfähige Betriebe sorgen für Arbeitsplätze. Nur wenn wir die Beschäftigung ankurbeln können, wird es gelingen, die Menschen für das Projekt Europa zu begeistern."

Das Thema "The Europe we need" (Das Europa, das wir brauchen) steht auch im Mittelpunkt des zweitägigen EUROCHAMBRES-Kongresses, der am 9./10. Oktober in Rom abgehalten wird und an dem unter anderen der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften des Jahres 2002, Daniel Kahneman, EU-Kommissar Erkki Liikanen, Italiens Europaminister Rocco Buttiglione und sein für Soziales zuständiger Kollege Roberto Maroni, der KMU-Beauftragte der EU-Kommission Timo Summa sowie hochrangige Wirtschaftsvertreter aus der ganzen Welt teilnehmen.

Neben Leitl wurden die EUROCHAMBRES-Vizepräsidenten Peter Egardt (Präsident des schwedischen Handelskammerverbands), George Kassimatis (Präsident des griechischen Handelskammernverbands) sowie Peter Mihók (Präsident der slowakischen Industrie- und Handelskammer) in ihren Funktionen bestätigt. (SR)

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