Qualvolles Sterben im Tiergarten Schönbrunn geht weiter

Wien (OTS) - Der Tiergarten Schönbrunn beklagt den Tod eines
seiner größten und eindrucksvollsten Tiere. "Lisa", eine neun Jahre alte, trächtige Giraffenstute starb an den Folgen eines Darmverschlusses, auch das ungeborene Junge konnte nicht mehr gerettet werden. Zu Beginn des heurigen Jahres musste der Schönbrunner Tiergarten den Verlust aller seiner vier Kamele innerhalb von nur wenigen Wochen hinnehmen. Das Verschwinden von derart großen Tieren lässt sich schwer verheimlichen. Was aber geschieht mit kleineren, vielleicht weniger publikumsattraktiven Tieren, die hinter verschlossenen Zoomauern zugrunde gehen? Über ihren Verbleib wird behutsam geschwiegen.

Der Österreichische Tierschutzverein fordert seit Jahren eine Offenlegung der Zahlen von Zootieren, die auf natürliche Weise sterben oder durch Unfälle ums Leben kommen. Ebenso sollen Zu- und Abgangszahlen öffentlich gemacht werden.

Tiergärten nehmen für sich gerne in Anspruch, wichtige Lieferanten für wissenschaftliche Erkenntnisse zu sein und eine Bildungsfunktion inne zu haben. Der Österreichische Tierschutzverein ist der Auffassung, dass die verheimlichten Zahlen sehr viel zur "Bewusstseinsbildung" beitragen würden.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichischer Tierschutzverein
Klaus Riess
Tel.: 01/ 897 33 46

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