SPÖ-Bundesfrauenkonferenz: "Gleichstellung leben!"

Für SPÖ ist ÖVP-Spitzenkandidatin Scheucher Alibifrau

St Veit/Glan (SK) Mehr als 400 Frauen hielten am Samstag in St. Veit an der Glan die Bundesfrauenkonferenz unter dem Motto "Gleichstellung leben!" ab. SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende Barbara Prammer zeigte das Erstarken des konservativen Weltbildes durch die ÖVP-FPÖ-Regierung auf, das der Eigenständigkeit der Frauen schadet: "Es sind die Männer, die hier die Nutznießer sind." Die sozialdemokratischen Frauen fordern als Basis für die Eigenständigkeit bessere Rahmenbedingungen für die Berufstätigkeit. Der Kärntner SPÖ-Vorsitzende Peter Ambrozy, Gast bei den SPÖ-Frauen, kündigte für die Landtagswahl 2004 eine Politik an, die auf die Bedürfnisse der Menschen abgestimmt ist. "Wir sind aufgerufen eine Wertediskussion zu führen", unterstrich Ambrozy, "nämlich ob wir uns Abfangjäger leisten sollen oder ob nicht ein paar Euro mehr für unser Gesundheitssystem klüger sind." ****

Es wurden Anträge zu folgenden Themen angenommen: Vereinbarkeit von Beruf und Familie, Arbeitsmarktpolitik, Einkommensschere, Integrationspolitik, Entwicklungspolitik, Bildungspolitik, Europapolitik und Sicherheitspolitik. Die konkreten Forderungen der SPÖ-Frauen lauten unter anderen: Rechtsanspruch auf eine qualifizierte Kinderbetreuung und auf Teilzeit - mit einem Rückkehrrecht auf einen Vollzeitarbeitsplatz, finanzielle Absicherung der Familienhospizkarenz, bessere sozialrechtliche Absicherung der atypisch Beschäftigten, einen Fonds zur besseren beruflichen Qualifizierung von Frauen, eigenständige Pensionssicherung, kostenlose Abgabe von Verhütungsmitteln, rechtliche Verbesserung nichtehelicher Lebensgemeinschaften und Harmonisierung von Aufenthalts- und Arbeitsrecht im Bereich der Integration.
Sämtliche Anträge finden sich auf der Homepage der SPÖ-Frauen unter www.frauen.spoe.at.

Prammer erklärte, dass ihr "mittlerweile fast noch wichtiger als der Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit" ein Rechtsanspruch der Eltern auf Zeitautonomie ist. Ein solcher Rechtsanspruch soll genauso selbstverständlich handhabbar sein, wie der Urlaubsanspruch: die/der Arbeitnehmerin/Arbeitnehmer sagt dem Arbeitgeber, wann und wie die Zeitreduktion gewünscht wird. "Der Arbeitgeber soll nur bei wichtigen Gründen die Möglichkeit haben, das Ansinnen der Arbeitnehmerin oder des Arbeitnehmers auszuschlagen", erläuterte Prammer.

Barbara Prammer und die Kärntner Landesfrauenvorsitzende Melitta Trunk gingen kritisch auf die Kandidatur von Elisabeth Scheucher als ÖVP-Spitzenkandidatin für die Kärntner Landtagswahlen ein. Scheucher sei eine Alibifrau, die die frauenfeindliche Politik der ÖVP vertrete. (Schluss) up

Rückfragen & Kontakt:

Pressedienst der SPÖ
Tel.: (++43-1) 53427-275
http://www.spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | SPK0009