Schabl: "Versteckte" Arbeitslosigkeit in Niederösterreich immer höher

Fehlende Konjunkturmaßnahmen der schwarz-blauen Koalition verschärfen Situation auch in NÖ

St. Pölten, (SPI) - "Man kann es drehen und wenden wie man will - die Arbeitslosigkeit in Niederösterreich steigt wie auch in anderen Bundesländern ungebremst. Ende September 2003 waren beim AMS NÖ insgesamt 33.058 Personen arbeitslos vorgemerkt - um 153 oder 0,5 % mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Nicht zu vergessen ist in diesem Zusammenhang die ‚versteckte Arbeitslosigkeit' - denn alle Menschen, die sich dankenswerter Weise durch Maßnahmen des AMS in Schulungen befinden, sind in dieser Statistik nicht enthalten. Ende September 2003 befanden sich in NÖ insgesamt 5.930 Personen in Schulung, um 947 (od. 19,0 %) mehr als im Vorjahr", sieht der Vorsitzender der Fraktion sozialdemokratischer GewerkschafterInnen im ÖGB NÖ, Landesrat Emil Schabl, keinen Grund für Jubelmeldungen.****

Die Misere hält damit auch österreichweit an. Mit 208.502 Arbeitslosen wurde heuer der höchsten September-Wert der vergangenen 20 Jahre erreicht. Gegenüber dem Vorjahr nahm die Arbeitslosigkeit um 4,4 Prozent oder um 8.722 Jobsuchende zu. Gegenüber August stieg die Zahl der Arbeitssuchenden um 1,7 Prozent oder um 3.425 Betroffene. Rechnet man österreichweit zu den offiziellen Arbeitslosenzahlen die derzeit in Schulung befindlichen 39.672 (+ 6,2 Prozent) Jobsuchenden dazu, waren im September in Österreich insgesamt 248.174 Personen auf Arbeitssuche. Besonders betroffenen waren Jugendliche und die Gruppe der 45- bis 50-Jährigen.

"Die ungebremst steigenden Arbeitslosenzahlen sind eine Bankrotterklärung für die Beschäftigungspolitik der Regierung und gleichzeitig Folge der ausbleibenden Konjunkturmaßnahmen. Keine Steuererleichterungen für die Menschen, keine zusätzlichen Fördermaßnahmen für Betriebsansiedelungen, keine Unterstützung für Lehrstellen anbietende Betriebe. Wenn diese nur mit sich selbst beschäftigte Bundesregierung hier nicht bald tätig wird, steuern wir in Österreich und wohl in Niederösterreich auf neue, bisher nie gekannte Arbeitslosen-Rekordmarken zu", sieht Schabl dringenden Bedarf bei Schüssel, Bartenstein, Haupt & Co.
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