Sacher: NÖ-Beteiligungsmodell ist positive Ausnahme in Wirtschaftspolitik des Bundes

Bund betreibt Ausverkauf - NÖ bemüht sich um die Sicherung von Wirtschaftsstrukturen

St. Pölten (SPI) - In einer Rede bei der vergangenen Sitzung des NÖ Landtags zum NÖ Beteiligungsmodell lobte der Zweite Präsident des NÖ Landtags, LAbg. Ewald Sacher, das erfolgreiche Wirtschaftsmodell. "Mit einem Gesamtrahmen von 163 Millionen Euro ist das Beteiligungsmodell sicher ein positiver Anreiz für die Wirtschaft. Seit 1993 wurden 406 Anträge abgewickelt, das damit verbundene Investitionsvolumen beträgt bisher 600 Millionen Euro. Der beabsichtigte Förderschwerpunkt liegt auf Neugründungen, Unternehmenskäufen und Strukturverbesserungsinvestitionen", so Sacher in seinen Ausführungen.****

Einige Punkte sind aber dennoch verbesserungswürdig. "Die Bewilligungsverfahren sollten beschleunigt und transparenter gemacht werden, Neugründungen ist verstärkte Aufmerksamkeit zu widmen, da sie bisher eine zu geringe Rolle spielten, auch sollte durchaus auch ein höheres Risikobewusstsein gefördert werden als bisher", zeigt Sacher Verbesserungsmöglichkeiten auf. Niederösterreich liegt zudem nicht isoliert auf einer "Insel der Seeligen", sondern ist vielfältigen wirtschaftlichen Einflüssen ausgesetzt. Vor allem von der neoliberalen Privatisierungspolitik der Bundesregierung geht ein negativer Impuls auch für die NÖ Wirtschaft aus.

"Sogar zahlreiche Politiker der ÖVP äußern mittlerweile massive Kritik an der Politik des Bundeskanzlers. In den letzten Jahren wurden durch die sogenannten Privatisierungen von Staatseigentum Milliardenbeträge verschleudert. Nur einige Beispiele: Durch den Verkauf des Verkehrsbüros entgingen dem Staat 152 Millionen Euro, der Verkauf von der Telekom Austria brachte nur 4,7 statt wie erwartet 8,7 Milliarden Euro, der britische Konzern Gallaher erwarb die 41% Anteile an der Austria Tabak für einen Betrag von 1,8 Milliarden Euro, allein im ersten Betriebsjahr wurden aber 338 Millionen erwirtschaftet - ein Fünftel des Kaufpreises. Diese Liste ließe sich noch nach belieben fortsetzten", so Sacher abschließend.
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