ORF-Dreharbeiten über den Dächern Wiens

Heidelinde Weis auf der Suche nach der Jugendliebe

Wien (OTS) - Schon während ihrer Schauspielausbildung am Wiener Max-Reinhardt Seminar gab sie ihr TV-Debüt als Tochter der legendären ORF-"Familie Leitner" und spielte am Theater in der Josefstadt. Später folgte eine beeindruckende Karriere nicht nur als Bühnen- und Filmschauspielerin, sondern auch als Sängerin und - seit kurzer Zeit - auch als Regisseurin. Die Rede ist von der gebürtigen Kärntnerin Heidelinde Weis, die derzeit für die ORF/MDR-Koproduktion "Lotti auf der Flucht" (Arbeitstitel) vor der Kamera steht. In der turbulenten Mutter-Tochter-Geschichte - mit Filmtochter Elisabeth Lanz an ihrer Seite - gibt Weis eine begüterte Diplomatenwitwe, die sich nach einem Fernsehbericht über Elbe-Schiffer überstürzt auf die Suche nach ihrer großen Jugendliebe macht. Lanz verkörpert Lottis besorgte Tochter Charlotte, die kurz vor ihrer Hochzeit mit einem erfolgreichen Wiener Anwalt (Paul Matic) steht und ihrer Mutter spontan nach Deutschland folgt. Die beiden Frauen erleben eine abenteuerliche Zeit - und wie es das Schicksal so will, ist danach alles anders als zuvor. Zwei Tage lang wurde in Wien - unter anderem in einer Dachterrassenwohnung in der Nähe der Karlskirche - gedreht, morgen zieht die Filmcrew an die Elbe, an und auf der der Großteil der Dreharbeiten stattfindet. Schauplätze sind die sächsische Metropole Dresden, die für ihre Porzellanmanufaktur berühmte Stadt Meißen und die kleine Renaissancestadt Torgau. "Lotti auf der Flucht" wird 2004 im ORF zu sehen sein.

Harmlose Liebeleien und erste Küsse

"Ich spiele eine sehr exzentrische und ein bisschen egoistische Frau, die nach dem Tod ihres Mannes ihre erste große Liebe sucht", erzählt Hauptdarstellerin Heidelinde Weis, die im ORF zuletzt im Peter-Weck-Streifen "Drei unter einer Decke" an der Seite von Uschi Glas, Fritz und Elmar Wepper zu sehen war, über ihre jüngste Rolle. Ob sie selbst Erinnerungen an eine Jugendliebe hat: "Bei mir gab es nicht die eine erste große Liebe, es waren eher mehrere kleine, aber harmlose Liebeleien. Von dem einen hab' ich Eislaufen gelernt, vom anderen ein bisschen Italienisch und meinen ersten richtigen Kuss hab ich um Mitternacht in einer Konditorei bekommen, aber das war wieder ein anderer", gesteht Weis. Ihre Filmpartnerin Elisabeth Lanz, die mit Serien wie "Alle meine Töchter" oder "Samt und Seide" zum Publikumsliebling wurde, charakterisiert ihre Rolle so: "Eine Tochter, die versuchte, ihre Mutter zu zähmen. Dies fällt ihr allerdings sehr schwer und zum Schluss ist sie auch von der Abenteuerlust und Lebensfreude der Mutter angesteckt", erzählt die gebürtige Gmundnerin, die für den ORF zuletzt "Paradies in den Bergen" (noch heuer im ORF zu sehen) und "Traumhotel - Sterne über Mauritius" drehte. Eine richtige erste große Jugendliebe gab es auch für sie nicht: "Eher eine Kinderliebe. Da gab's jemanden, als ich etwa acht oder neun Jahre alt war. Er hat mir eine Lampe geschenkt, die ich dann ins Fenster gestellt habe. Er wohnte gegenüber und immer, wenn ich ihn sehen wollte, hab' ich die Lampe brennen lassen", erinnert sich Lanz an diese erste romantische Episode ihrer Kindheit. Und wie man richtig küsst, hat ihr eine gute Freundin beigebracht.

An der Seite von Heidelinde Weis und Elisabeth Lanz steht Paul Matic (Sohn von Schauspieler und Ben-Kingsley-Synchronstimme Peter Matic) als Verlobter von Filmtochter Charlotte vor der Kamera. Lottis Jugendliebe wird von Charles Brauer dargestellt. Weiters spielen Daniel Morgenroth und Susa Juhasz ("Julia - Eine ungewöhnliche Frau").

Vom tosenden Amazonas an die wasserarme Elbe

Das Drehbuch zu dieser österreichisch-deutschen Koproduktion stammt vom serienerprobten Duo Katharina Hajos und Constanze Fischer, das schon zahlreiche Folgen der ORF-Erfolgsserie "Schlosshotel Orth" schrieb. Regie führt Peter Weissflog, der in den vergangenen Jahrzehnten für Publikumshits wie "Weißblaue Geschichten", "Heidi und Erni" oder "Forsthaus Falkenau" verantwortlich zeichnete. Über seinen jüngsten Film meint Weissflog: "Das ist kein Roadmovie, wie man meinen könnte, sondern ein Rivermovie. Die beiden Damen geraten hier unversehens in ein wahres Schiffsabenteuer und damit auch in die unmöglichsten Situationen. Aber die Geschichten, die leicht vom Boden abheben - oder hier muss man ja sagen vom Wasser - sind sowieso immer die besten." Als Regisseur für diesen Fernsehfilm habe man ihn engagiert, weil "ich ein Fachmann für Schiffsdreharbeiten bin. Ich hab' mal mit Günter Pfitzmann auf der MS Europa gedreht. Da sind wir 1.000 Kilometer den Amazonas stromaufwärts gefahren", erzählt Weissflog. Für "Lotti auf der Flucht" geht es zum Glück nur an die Elbe, die bis vor kurzem jedoch wegen des zu niedrigen Wasserstandes kaum befahrbar war. Die Crew der Filmfirma CineCentrum Berlin hofft für die weiteren Dreharbeiten, die bis Ende Oktober geplant sind, auf jeden Fall das Beste.

"Lotti auf der Flucht" ist eine Koproduktion von ORF und MDR, hergestellt von CineCentrum Berlin.

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