Wöchentlicher Finanzmarktkommentar der Volksbank Investmentbank: 06.10. bis 10.10.2003

Wien (OTS) -

USD Euribor Dt.Bund ATX DAX DJ Ind je EUR 3m 10y 03.Okt 03 1,171 2,13 % 4,12 % 1356,9 3308,3 9487,8 26.Sep 03 1,147 2,13 % 4,06 % 1338,7 3288,5 9344,0 Veränd. -2,02% 0,00 % 0,06% 1,36% 0,60% 1,54% Punkte Punkte

US-Konjunkturoptimismus von Arbeitsmarkt getrübt

Die erst kürzlich nach oben revidierten Daten zum US Wirtschaftswachstum (+3,3% im 2.Quartal) belegen den deutlichen Wachstumsvorsprung zur Eurozone. Die Konjunkturrisiken sind zuletzt aber wieder in den Mittelpunkt des Interesses gerückt, wie der Verfall der Renditen oder des Dollars klar zum Ausdruck bringen. Eine Hauptsorge gilt dem Arbeitsmarkt, auf dem bis zuletzt massiv Jobs abgebaut wurden. Von den heute zur Veröffentlichung anstehenden Daten erwarten wir keine deutlichen Signale einer Trendwende, es ist daher zu erwarten, dass die Anleiherenditen die nächste Woche niedrig bleiben und auch der Dollar unter Druck bleibt. Mangels sonstiger wichtiger Daten gehen wir davon aus, dass die Renditen 10-jähriger US Staatsanleihen nächste Woche bei knapp 4% liegen werden, ein weiterer Rückgang ist aber nicht zu erwarten.

Kein Zinsschritt der EZB

Die EZB hat die Leitzinsen für die Eurozone wie erwartet unverändert bei 2,0% belassen und begründet die Entscheidung mit etwas besseren Konjunkturaussichten und einem günstigen Inflationsausblick. Am Geldmarkt wurde die Euribor Kurve zuletzt deutlich flacher. Wir erwarten hier für die nächsten Monate sehr stabile Zinsen auf dem aktuellen Niveau (3Mo Euribor: 2,13%) .

Die europäischen Anleiherenditen haben seit Wochenmitte wieder leicht zugelegt. Insgesamt hat sich die Zinskurve leicht parallel nach oben verschoben, ein Trend, der sich kommende Woche nicht fortsetzen dürfte. Die Inflation ist zwar zuletzt leicht gestiegen (Aug: +2,1% YoY), wir gehen aber mittelfristig von einem fallenden Inflationstrend aus. Wir erwarten, dass die Renditen 10-jähriger Staatsanleihen nächste Woche wieder leicht zurückgehen und zwischen 4,0-4,1% liegen werden.

Beginn der Berichtssaison in den USA

Die vergangene Woche war für die Aktienmärkte durchaus erfreulich. Die meisten Indizes konnten wieder etwas zulegen, nachdem sie zuvor teils deutliche Verluste hinnehmen mussten. Nächste Woche eröffnet Alcoa Inc. (am 7.10.) die Berichtssaison in den USA. Da es im Vorfeld nur wenige Gewinnwarnungen gegeben hat und die Ertragslage der Unternehmen gut ist, rechnen wir nächste Woche mit freundlichen Aktienmärkten, wenn auch der anstehende Arbeitsmarktbericht die Dynamik etwas bremsen könnte.

Stabilisierung an den Devisenmärkten erwartet

Die Devisenmärkte waren diese Woche sehr volatil. Der Dollar musste gegenüber allen wichtigen Währungen wieder an Wert einbüssen. Zum Euro fiel der Dollar zwischenzeitlich auf über 1,176 Dollar/Euro und notiert nun bei knapp 1,171 Dollar/Euro. Für nächste Woche erwarten wir eine Konsolidierung, darüber hinaus aber eine weitere leichte Aufwertung des Euros. Der starke Verfall des Dollars zum Yen wurde durch eine massive Intervention durch die BoJ vorerst gestoppt. Wir gehen davon aus, dass sich der Wechselkurs zum Dollar längerfristig bei knapp über 110 Yen/Dollar stabilisiert. Das sollte auch den Wechselkurs zum Euro nächste Woche bei einem Niveau von rund 129 Yen/Euro halten.

Hinweis: Am 02.10. veröffentlichte die VBIB ihre neuen Zins- und Währungsanalysen, die unter http://www.vbib.at -> Research abgerufen werden können!

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