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Ungarns historische Weinregionen Mátraalja

Wien (OTS) - Das Mátragebirge im Norden Ungarns besteht aus vulkanischem Gestein, mit Sedimentauflagen aus Lehm, Mergel und Sand. Auf den mineralstoffhaltigen Böden der Südhänge rund um den Hauptsort Gyöngyös gedeihen im warmen Klima körperreiche Qualitätsweine, die hinter jenen von Eger nicht nachstehen. Der ausgezeichnete Nährboden bringt frische, aromareiche Weißweine mit charakteristischen Säuren und kräftigem Bouquet hervor, die einen hohen Alkoholgehalt aufweisen.

Zu den bedeutendsten Sorten der Region zählen Welschriesling, Riesling-Sylvaner, Mädchentraube, Lindenblättriger, Chardonnay und Traminer, die Hauptsorte ist der Ottonel Muskateller.

Die Stadt Gyöngyös ist nicht nur Zentrum der historischen Weinbauregion Mátraalja, sondern auch des Mátra-Vorlandes, am Schnittpunkt von Gebirge und Ebene gelegen. Stadt und Region sind über die M3 von Budapest aus leicht zu erreichen. Besonders sehenswert in der Stadt sind das mittelalterliche Franziskanerkloster mit einer der ältesten Bibliotheken des Ordens, die zahlreiche wertvolle Schriften und Kodizes enthält. Im Mátra-Museum findet man Interessantes aus der Geschichte der Stadt und des Weinbaus, aber auch Pflanzen und Tiere des ursprünglichen Mátra-Gebirges.

Auf dem Weg nach Norden ins Gebirge sollte man in Abasár Station machen. Hier gründete König Sámuel im 11. Jahrhundert eine Benediktinerabtei, in deren Mauerreste er zufolge der Wiener Bilderchronik auch begraben ist. Bemerkenswert ist auch die gotische Burgruine bei Kisnána mit dem Burgmuseum.

Streifzüge durch das Mátragebirge sind nicht nur für Naturfreunde ein Erlebnis erster Güte. Die naturbelassene Landschaft zählt zu den beliebtesten Ausflugs- und Erholungszielen Nordungarns und hat sich dennoch seine Ursprünglichkeit bewahrt. Unweit von Mátrafüred liegt der malerische Sás-See, der höchstgelegene See des Landes (520 m). Einer der bekanntesten Luftkurorte mit schönen Hotels und bester Infrastruktur ist Mátraháza. Der Ort ist auch Ausgangspunkt für Wanderungen auf das "Dach Ungarns", den Kékestetö, mit 1014 m der höchste Berg des Landes.

Viele der Wanderwege durch das Mátragebirge sind gut markiert, Führer geben Auskunft über leichte bis schwere Routen. Eine der schönsten Wanderungen ist jene vom Kékestetö; zum Galyatetö, dem mit 964 m zweithöchsten Gipfel Ungarns, wo nicht nur das prächtige Grandhotel beeindruckt, sondern auch eine berühmte Pilgerstätte wartet, die Marienkapelle von Fallóskút mit ihren mit Emaillebildern geschmückten Kreuzwegstationen. Am westlichen Fuß des Mátragebirges liegt die Kleinstadt Pásztó, bekannt für ihr Zisterzienserkloster, das Anfang des 18. Jahrhunderts aus den Steinen der mittelalterlichen Benediktinerabtei wieder aufgebaut wurde. Eine Rarität sind die Reste der Glashütte des mittelalterlichen Klosters im Ruinengarten. Im Museum des Ordenshauses sind Zeugnisse der bewegten Geschichte zu finden, aber auch botanische Kleinode.
Informationen: Tourinform-Büro. H-3200 Gyöngyös, Fö; tér 10. Tel./Fax 0036/37/311155, gyongyos@tourinform.hu

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