Wittauer: FPÖ fordert klare Verbesserungen zum Schutz der Tiere

Jeder Rückschritt oder auch nur eine Stagnation auf der bisherigen Gesetzeslage ist abzulehnen

Wien, 2003-10 03 (fpd) - Der freiheitliche NR-Abgeordnete Klaus Wittauer zeigt sich schockiert über die durchgesickerten Informationen betreffend des im Bundeskanzleramt ausgearbeiteten bundesweiten Tierschutzgesetzes: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass das, was da an die Öffentlichkeit gekommen ist, umgesetzt wird. Einen Rückschritt im Tierschutz wird es mit uns Freiheitlichen nicht geben!"

Bedenklich ist für Wittauer, dass die ÖVP die mühsam erkämpften Errungenschaften auf Länderebene mit dem bundesweiten Tierschutzgesetz aushebeln könnte. "Wir wollen das Tierschutzgesetz, damit wir besser als alle Länder zusammen werden, damit wir die Tiere vor uneinsichtigen Landes- und EU-Politikern schützen können. Alles andere wäre das Papier nicht wert, auf dem es geschrieben wird," erklärt Wittauer. Er selbst will sich deshalb verstärkt in die Debatte und die Verhandlungen einbringen.

Für Wittauer sind zentrale Punkte des neuen Tierschutzgesetzes etwa das Käfigverbot für Legehühner. "Wer nach den publizierten Reportagen vor einigen Wochen noch ernsthaft dieses Verbot in einem Gesetz vergisst, der muss einen besonders starken Magen und ein besonders schlecht ausgeprägtes Gewissen haben," meint Wittauer. Tiere müssen ebenfalls vor grausamen Tierversuchen geschützt werden, Grundrechte für große Menschenaffen sind für Wittauer ebenfalls wichtig.

Das Tiertransportgesetz muss für Wittauer das europaweit strengste sein: "Wir sollten ein Vorbild für die Union werden, damit in allen Staaten hohe Standards kommen. Eine politische Geisterfahrt wäre sich auf den umgekehrten Weg - den bestehenden Unions-Standards - zu begeben. Das wird mit uns Freiheitlichen nicht zu machen sein." Die neue EU-Verfassung müsse diese Möglichkeit offen halten.

Großen Wert legt Wittauer auch auf das Verbot des Schächtens, das etwa der Tiroler Landtag gegen die Stimmen der FPÖ nicht verboten hat. "Das qualvolle und grausige Töten von Tieren im Namen einer Religion ist eine besondere Schande für ein aufgeklärtes Mitteleuropa - wir werden uns mit aller Kraft dagegen wehren. Tiere haben eine Seele und sind unsere wichtigsten Mitgeschöpfe, die uns durchs Leben begleiten: ob als Haustier oder in der Nahrungsmittelproduktion, sie haben es sich verdient gesetzlich vor einem Leben in Qualen beschützt zu werden," hält Wittauer abschließend fest. (Schluss)

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