Preise in der Geflügelindustrie ziehen an

Hohe Futtermittelpreise als maßgebliche Faktoren für Teuerung

Wien (PWK664) - Mit sinkenden Marktanteilen und den für die Produzenten maßgeblichen Futtermittelpreisen kämpft die heimische Geflügelindustrie. Aufgrund der teilweise hohen Importrate an billiger Tiefkühlware aus dem Ausland wird der negative Trend weiter anhalten. Aus Sicht der heimischen Produzenten wäre zwar grundsätzlich mit Frischware mehr Erlös zu erzielen, die geringeren Stückzahlen haben aber Auslastungs- und Rentabilitätsprobleme für die Schlachtunternehmen zur Folge. Durch Einfuhren aus Brasilien und Thailand beklagt die Branche einen massiven Preisdruck auf die heimische Ware.

Belastungen registriert die Geflügelindustrie vor allem wegen der gestiegenen Futtermittelpreise. Die Erhöhung in diesem Sektor beläuft sich zwischen 3,30 EUR und 3,50 EUR pro 100 kg Futtermittel und wird Auswirkungen auf die nachgelagerten Veredelungsstufen haben. Die Teuerung bei Geflügel wird sich auf das gesamte Sortiment beziehen und im Schnitt 6-8% betragen.

Hintergrund sind die europaweiten Ernteausfälle bei Getreide, die durch die extreme Witterung im Sommer hervorgerufen wurden. In der gesamten EU und auch in Osteuropa sind die verfügbaren Getreidemengen sehr knapp. Die Preise für Getreide sind bereits erheblich gestiegen und die Futtermittel in der Geflügelernährung erfordern einen sehr hohen Getreideanteil. Diese langfristigen Mehrkosten in der Produktion müssen, wie in anderen Ländern, auch in Österreich an die Verbraucher weitergegeben werden. (us)

Rückfragen & Kontakt:

Wirtschaftskammer Österreich
FV der Nahrungs- und Genußmittelindustrie
Mag. Monika Hirsch
01/712 21 21 26

OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | PWK0002