Entgeltfortzahlung: Nur Fonds entlastet Klein- und Mittelbetriebe Utl. AK verwundert über Nein der Kärntner Wirtschaftskammer

Klagenfurt(AK) - Kein Verständnis für die Absage von Wirtschaftskammer-Präsident Franz Pacher zur Wiedereinführung des Entgeltfortzahlungs-Fonds hat die Arbeiterkammer. "Der Fonds würde ja vor allem die Klein- und Mittelbetriebe finanziell entlasten", betont AK-Präsident Günther Goach. Gerade diese Betriebe sind von der Abschaffung des Fonds massiv betroffen.
Die Kärntner Klein- und Mittelbetriebe müssen seit der Abschaffung des Entgeltfortzahlungs-Fonds die Lohnkosten für kranke Mitarbeiter selbst tragen. Vorher wurden diese Kosten zur Gänze aus dem Entgeltfortzahlungs-Fonds ersetzt, in den alle Betriebe, große wie kleine, solidarisch einen Beitrag von 2,1 Prozent der Lohnsumme eingezahlt haben.
"Das hat vor allem den kleineren Betrieben genützt, für die oft schon der Ausfall eines einzigen Mitarbeiters wegen Krankheit wirtschaftlich schwer zu verkraften ist. Ein kleiner Gewerbebetrieb muss ja zum Beispiel nicht nur die vollen Lohnkosten für einen kranken Arbeiter tragen, sondern zusätzlich oft auch eine Ersatzkraft einstellen", verweist Goach auf den hohen finanziellen Aufwand. Angesichts der schlechten Ertrags- und Finanzlage der kleinen und mittleren Unternehmen verwundert die ablehnende Haltung der Wirtschaftskammer zur Wiedereinführung des Entgeltfortzahlungs-Fonds. "Die Frage ist, wessen Interessen die Wirtschaftskammer überhaupt vertritt, wenn nicht die der rund 17.000 Kärntner Klein- und Mittelbetriebe?" betont Goach.
Der Versuch der Wirtschaftskammer, jenen Betrieben, die sich bei der Entgeltfortzahlung gegen das Ausfallsrisiko schützen wollen, eine Versicherungslösung anzubieten, sei fehlgeschlagen, weil die Prämien für die einzelnen Unternehmer viel zu hoch ausgefallen wären, erinnert Goach. Die Wiedereinführung des Entgeltfortzahlungs-Fonds sei daher die einzige Lösung, die sowohl den Arbeitnehmern als auch den kleinen und mittleren Betrieben größtmögliche finanzielle Sicherheit bietet, bleibt die AK bei ihrer Forderung.

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