LH Haider: Dezentrale Struktur bei Katastrophenhilfe wird weiter ausgebaut

Gefahrenzonenpläne sollen strenger eingehalten werden - Seminar mit Schwerpunkt "Krisenmanagement in Gemeinden"

Klagenfurt (LPD) - Die in Kärnten bestehende dezentrale Katastrophenvorsorge- und Katastrophenmanagement-Struktur habe sich auch bei den jüngsten Hochwassereinsätzen etwa in Vorderberg und Stockenboi bestens bewährt, sagte heute Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Jörg Haider beim Bürgermeisterseminar in der Kärntner Feuerwehrschule. Es sei richtig gewesen, die Krisenpläne neu zu organisieren. Die Organisation in Katastrophenfällen auf lokaler und regionaler Ebene in Koordination mit der Bezirkshauptmannschaft ermögliche rasche und effiziente Hilfe, unterstrich Haider und wies auf das Gegen-Beispiel der Hochwasserkatastrophe im Kanaltal hin, wo diese Art der Hilfe nicht funktioniere. Kärntner Feuerwehrleute und Sachverständige haben auch dort Hilfestellungen geleistet, wofür der Landeshauptmann allen Beteiligten herzlich dankte. Dieses System auf lokaler und regionaler Ebene solle weiter ausgebaut und verbessert werden, regte der Katastrophenschutzreferent an.

Bei den Gefahrenzonenplänen gelte es mit großer Behutsamkeit ans Werk zu gehen, appellierte der Landeshauptmann an die Gemeindevertreter. Es gebe noch viele Altlasten. Man werde nach einer Prioritätenreihung vorgehen und die besonders kritischen Bereiche sanieren. Die Judikator verschärfe sich dahingehend, dass Amtsträger immer stärker in Haftung genommen werden, gab Haider zu bedenken.

Auch die Erhebung der Katastrophenschäden sowie ihre Abgeltung über das Nothilfswerk bzw. Katastrophenfonds habe sich bewährt. Künftig werde es wieder eine 50prozentige Entschädigung am Gemeindevermögen geben, gab Haider bekannt.

Wie Haider zollte auch LHStv. Peter Ambrozy und Gemeindebundpräsident Hans Ferlitsch den Hilfsorganisationen und allen Helfern größten Dank für ihre Einsätze. Ambrozy sagte, dass die Krisen- und Katastrophenbewältigung bestens funktioniere, der Bundesrechnungshof habe der Katastrophenvorsorge in Kärnten auf allen Ebenen ein optimales Zeugnis ausgestellt. Für Präventivmaßnahmen, etwa hinsichtlich der Gefahrenzonen, sollte in den Gemeinden um das nötige Verständnis geworben werden, so Ambrozy. Die Gemeinden sollten auch die Ausbildungsangebote verstärkt annehmen. Landesfeuerwehrkommandant Josef Meschik sagte, dass aufgrund der Klimaveränderung die Zahl der Katastropheneinsätze künftig ansteigen dürfte.

Der Aus- und Weiterbildung diente das überaus gutbesuchte Bürgermeisterseminar, das diesmal dem Schwerpunkt Hochwasser und Muren gewidmet war. Das Krisenmanagement auf Gemeindeebene und "der Bürgermeister als Katastrophenmanager" standen im Mittelpunkt. Der Gemeinde- und Städtebund, der Landesfeuerwehrverband und das Land Kärnten luden zum Seminar, das umfassende Informationen von Katastropeneinsätzen über Hilfestellungen für Bürgermeister bis hin zu den Präventivmaßnahmen und Unterstützungsmöglichkeiten bei Hochwasser und Muren lieferte.
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