"Neues vom österreichischen Film" am 5. Oktober in ORF 2

Ein aktueller Querschnitt durch das heimische Filmschaffen

Wien (OTS) - Um Liebe, Sex und Leidenschaft, um Mord, Reisen in
die Vergangenheit sowie um Politik und Rassismus geht es in den Filmen, die in der jüngsten Ausgabe des ORF-Magazins "Neues vom österreichischen Film" am Sonntag, dem 5. Oktober 2003, um 23.15 Uhr in ORF 2 vorgestellt werden. Dazwischen darf allerdings auch noch gelacht werden. Einige der Höhepunkte dieser vielfältigen Mischung heimischen TV- und Kinofilmschaffens: "Spartacus" von Robert Dornhelm mit Goran Visnjic und Alan Bates, die Nöstlinger-Verfilmung "Nicht zu verkaufen" von Peter Payer mit Cornelia Froboess, die vierte Folge von Franz Antels "Der Bockerer" mit Karl Merkatz und Katharina Stemberger sowie der neue Film von Barbara Albert, "Böse Zellen", der als österreichischer Beitrag zum Auslands-Oscar ins Rennen geht. Darüber hinaus bietet die Sendung einen Überblick über aktuelle Dreharbeiten.

Robert Dornhelms "Spartacus" ist eine Produktion für das US-Fernsehen. Der in Hollywood erfolgreiche österreichische Golden-Globe-Gewinner ließ in Bulgarien binnen kürzester Zeit das antike Rom wieder auferstehen: Eine römische Gladiatoren-Arena, das Senatsgebäude, Straßenanlagen und unterirdische Badeanlagen wurden nachgebaut. Nach seiner sensiblen "Anne Frank"-Adaption produziert Dornhelm mit "Spartacus" ein vierstündiges TV-Epos. Er verspricht einen ganz neuen Blick auf das Historiendrama um einen Sklavenaufstand und scheut den Vergleich mit Stanley Kubrick nicht. Hauptdarsteller ist Goran Visnjic, der vielen aus der Fernsehserie "ER - Emergency Room" ein Begriff ist. Ebenfalls zu sehen ist Alan Bates.

"Nicht zu verkaufen!" heißt die Nöstlinger-Kinoverfilmung von Peter Payer ("Ravioli"). Die Vorlage für das Drehbuch von Milan Dor ist Christine Nöstlingers Roman "Villa Henriette". Sie selbst wirkt auch in einer kleinen Rolle mit. Die Hauptrolle der zwölfjährigen Marie wird von Hanna Tiefengraber gespielt. In weiteren Rollen sind unter anderem Cornelia Froboess, Nina Petri und Branko Samarovski zu sehen. Inhalt des Films ist Maries besondere Beziehung zum Haus ihrer Großfamilie und der Kampf gegen den Verkauf desselben.

Mit "Bockerer IV - Prager Frühling" setzt Regiealtmeister Franz Antel ein Stück Film- und auch Zeitgeschichte fort: Diesmal führt Antel den eigensinnigen Wiener Fleischermeister Karl Bockerer, gespielt von Karl Merkatz, in die Wirren des Prager Frühlings von 1968. Bockerer heiratet Anna (Marianne Nentwich) und unternimmt mit ihr eine Hochzeitsreise in die Tschechoslowakei, wo sich sein Ziehsohn Gustl (Sascha Wussow) niedergelassen hat. Doch die Idylle nimmt durch den Einmarsch der Roten Armee ein jähes Ende. In weiteren Rollen sind Katharina Stemberger, Harry Prinz, Christian Spatzek u. v. a zu sehen. Gedreht wurde im Frühjahr 2003 in Prag, Wien und Niederösterreich. Zu sehen ist die Produktion, bei der Kurt Ockermüller als Koregisseur fungierte, 2004 im ORF.

"Böse Zellen", der neue Film von Barbara Albert, steht ebenfalls auf dem Programm von "Neues vom österreichischen Film". In ihrem zweiten Langzeitspielfilm - ihr Erstling aus dem Jahre 1999, "Nordrand", war der erste Film seit mehr als 50 Jahren, der zu den Internationalen Filmfestspielen nach Venedig eingeladen wurde - behandelt Barbara Albert die Themen Tod, Verlust, Einsamkeit, Ängste, Abhängigkeiten und Sehnsüchte. Der zweistündige Streifen ist ein Mosaik unzähliger kleiner Episoden, gespickt mit versteckten Anspielungen und beziehungsvollen Querverweisen. Vor der Kamera standen Kathrin Resetarits, Ursula Strauss, Marion Mitterhammer, Georg Friedrich und Martin Brambach. "Böse Zellen" wurde als Österreichs Beitrag ins Rennen um den Auslands-Oscar geschickt.

Neben diesen Themen wird auch über Dreharbeiten u. a. zu Wolfgang Murnbergers jüngstem Fernsehfilm - der Komödie "Brüder II" mit Wolfgang Böck, Erwin Steinhauer und Andreas Vitásek - berichtet sowie über den Dreh zu Reinhard Schwabenitzkys Komödie "Frechheit siegt!", der Fortsetzung des Kinohits "Zwei Väter einer Tochter" mit Elfi Eschke, Karl Merkatz und Peter Fricke in den Titelrollen.

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