SPÖ-Wutzlhofer kritisiert "Untätigkeit der Regierung gegenüber Jugendarbeitslosigkeit"

Forderung nach Einrichtung von Lehrlingsstiftungen und einem Ausbildungsfonds

Wien (SPW-K) - "Die Arbeitslosigkeit, vor allem bei den Jugendlichen, steigt weiterhin stark, doch die Regierung legt die Hände in den Schoß und versucht die Ursachen für die äußerst urerfreuliche Entwicklung anderen in die Schuhe zu schieben", stellte Donnerstag der Jugendsprecher der Wiener SPÖ, Gemeinderat Jürgen Wutzlhofer, anlässlich der Veröffentlichung der Arbeitsmarktdaten für den August des heurigen Jahres fest. "Notwendig ist kein Wegschauen und Kleinreden des Problems, sondern das sofortige Schnüren eines umfassenden Maßnahmenpaketes seitens der Bundesregierung zur wirksamen Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit", forderte der Mandatar in einer Aussendung des Pressedienstes der SPÖ Wien.

Die von der Regierung ständig angekündigte Schaffung von Kursen sei jedenfalls zu wenig, um vor allem die auch in Wien stark gestiegene Zahl der Lehrstellensuchenden zu reduzieren, setzte Wutzlhofer fort. Viel wirksamer wäre die Einrichtung der bis zur schwarzblauen Koalition so erfolgreich tätigen Lehrlingsstiftungen. Diese böten neben einer fundierten Berufsausbildung auch einen Lehrabschluss und damit weitaus bessere Chancen für junge Menschen. Auch die Schaffung eines österreichweiten Berufsausbildungsfonds, von dem vor allem kleinere Unternehmen profitieren könnten, wäre ein wesentlicher Beitrag zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit. Wutzlhofer: "Bedauerlicherweise weigert sich aber Minister Bartenstein allein aus ideologischen Gründen noch immer, Lehrlingsstiftungen zu genehmigen und finanziell zu unterstützen. Ich fordere den Minister auf, die Zukunft vieler Jugendlicher nicht länger aus parteipolitischen Gründen zu verbauen, sondern endlich Lehrlingsstiftungen wie ebenso einen Berufsausbildungsfonds ins Leben zu rufen und finanziell zu unterstützen". Obwohl Arbeitsmarktpolitik grundsätzlich in die Bundeskompetenz falle, fördere Wien allein im heurigen Jahr die Ausbildung junger Menschen mit 8 Millionen Euro. Weitere zwei Millionen Euro stünden im Fall der Einrichtungen von Lehrlingsstiftungen bereit, informierte Wutzlhofer.

Abschließend wies der Mandatar noch auf die Tatsache hin, dass nicht zuletzt auch die restriktive Arbeitsmarktpolitik des Bundes selbst wesentlich für die Lehrstellen- und Ausbildungsprobleme verantwortlich zeichne. So sei die Zahl der Lehrausbildungsplätze in den Ministerien seit der ÖVP/FPÖ-Bundesregierung um 180 gesunken, sechs Ministerien würden nun überhaupt keine Lehrlinge mehr ausbilden. Auch böten die Unternehmen des Bundes immer weniger jungen Menschen Ausbildungsplätze an. "Auch dafür ist der Kaputtsparkurs der Bundesregierung, vor allem ihres neoliberalen Finanzministers, verantwortlich. Es ist ein Skandal, wie die schwarzblaue Bundesregierung auch mit der beruflichen Zukunft der jungen Menschen in diesem Land umgeht", schloss Wutzlhofer. (Schluss)

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