Gajdosik: Gute Pflege hat ihren Wert!

Wien (02.10.2003): Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der ÖVP-Gemeinderätin Ingrid Korosec forderte heute der Wiener AK-Vizepräsident und stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe und Persönliche Dienste, Alfred Gajdosik, die Anhebung der Gehälter im Pflegebereich um durchschnittlich zwanzig Prozent. "Der Gesellschaft und der öffentlichen Hand muss eine gute fürsorgliche Betreuung unserer pflegebedürftigen Menschen einfach etwas Wert sein. Die geforderte deutliche Anhebung wäre zweifelsohne ein klares Signal. Das Personal würde davon profitieren und die Qualität der Betreuung wäre gesichert", betonte der Wiener AK-Vizepräsident.

Im Bereich der Heimpflegebetreuung schlug er die Einziehung einer Betreuungs-Obergrenze vor. "Heimhilfen müssen derzeit an einem Arbeitstag bis zu acht Personen in deren Wohnung betreuen. Das ist eine inakzeptable Arbeitsbelastung. Um dem entgegenzuwirken, sollte die Anzahl der Personen, die von einer Heimhilfe betreut werden, auf maximal vier Personen pro Tag begrenzt werden", forderte der Wiener AK-Vizepräsident.

Der stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Hotel, Gastgewerbe und Persönliche Dienste forderte auch Maßnahmen um den Einsatz von Au-pair-Mädchen im Pflegebereich zu unterbinden. "Personen, die nicht entsprechend geschult sind, müssen als billige Arbeitskräfte herhalten. Und das gerade bei einer Tätigkeit, die ausgesprochen anspruchsvoll ist. Diese Unsitte ist weder sozial- noch arbeitsmarktpolitisch vertretbar. Davon hat niemand etwas. Der Aufgabenbereich von Au-pair-Mädchen muss deshalb viel genauer definiert und kontrolliert werden", forderte er.

"Nach all den Skandalen ist es nicht zuletzt die Pflicht der zuständigen Stellen der Stadt Wien mit anderen Verantwortlichen und Interessensvertretungen die Arbeits- und Betreuungsbedingungen nachhaltig zu verbessern. Denn mit Schuldzuweisungen alleine ist weder den pflegebedürftigen Menschen noch dem Pflegepersonal wirklich geholfen! Die Dinge müssen nun nachhaltig geändert werden!", betonte Gajdosik abschließend.

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Markus Benesch
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