Arbeitsmarkt in Wien weiter angespannt

Über 77.000 Personen ohne Arbeit - 11,2 Prozent mehr Arbeitslose als im September 2002 - Junge Menschen am stärksten vom Anstieg betroffen

OTS (Wien) - Dem AMS Wien waren zum Stichtag Ende September 77.086 arbeitslose Personen gemeldet. Damit hat sich die Arbeitslosigkeit in Wien gegenüber dem Vergleichsmonat des Vorjahres um 7.754 Personen oder 11,2 Prozent erhöht. Der Anstieg war bei Männern und Frauen prozentuell gleich hoch, es waren 32.266 Frauen und 44.820 Männer arbeitslos vorgemerkt.
Gleichzeitig pendelte sich die Zahl der in AMS-Schulungen befindlichen Personen auf 12.784 ein, was gegenüber dem Vorjahr einen geringfügigen Anstieg von 1,7 Prozent bedeutet.

14.981 AusländerInnen waren Ende September arbeitslos gemeldet, um 2.022 Personen (16,6 Prozent) mehr als im Vorjahr. 9.390 ausländische Männer und 5.591 ausländische Frauen wies die Arbeitslosenstatistik aus.

Dem AMS Wien waren Ende September 3.221 offene Stellen gemeldet, um 618 (-16,1 Prozent) weniger als im September des Vorjahres.

Betroffene Altersgruppen Nach wie vor steigt die Arbeitslosigkeit in der Altersgruppe der 15- bis unter 25-Jährigen gegenüber dem Vorjahr am stärksten an: Um 18,7 Prozent auf mittlerweile 9.685 Personen.

Gleichzeitig waren Ende September noch 1.856 Jugendliche auf der Suche nach einer Lehrstelle, um 53 Prozent oder 643 Personen mehr als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Dem gegenüber stehen 241 dem AMS gemeldete offene Lehrstellen. Lehrgänge nach dem Jugendausbildungssicherungsgesetz, in denen erste Fertigkeiten und Kenntnisse eines Lehrberufs erworben werden können, beginnen in den nächsten Wochen.

Im Haupterwerbsalter (25 bis unter 45 Jahre) stieg die Arbeitslosigkeit um 4.170 oder 11,5 Prozent auf 40.304 Personen. In der Altersgruppe 45+ war ein Anstieg von 2.055 oder 8,2 Prozent auf 27.097 Vorgemerkte zu verzeichnen.
Betrachtet man nur die Altersgruppe ab 50, so betrug der Anstieg 6,9 Prozent (auf 18.965 Personen).

Arbeitslosigkeit nach Berufen Folgende Berufsgruppen mit höheren Arbeitslosenzahlen waren vom Anstieg besonders betroffen: Reinigung: 5.800 Personen, plus 960 (19,8 Prozent) Techniker: 3.730 Personen, plus 569 (18 Prozent) Lehr- und Kulturberufe: 3.730 Personen, plus 560 (17,7 Prozent) Fremdenverkehr: 7.716 Personen, plus 1.068 (16,1 Prozent) Handel: 8.459 Personen, plus 1.116 (15,2 Prozent) Hilfsberufe: 5.488 Personen, plus 562 (11,4 Prozent)

Unter dem allgemeinen Schnitt lagen die Anstiege bei:
Bau: 5.370 Personen, plus 431 (8,7 Prozent)
Verkehr: 3.836 Personen, plus 299 (8,5 Prozent) Metall-Elektroberufe: 8.358 Personen, plus 613 (7,9 Prozent) Büroberufe: 12.807 Personen, plus 715 (5,9 Prozent)

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