- 30.09.2003, 14:52:46
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Wiener Grüne kritisieren Wissenschaftspolitik in Wien
Wissenschaftssprecherin Sommer-Smolik: "Nur bei Sonntagsreden Thema"
Wien (Grüne) - "12 Tage Öffentlichkeit für Wissenschaft in Wien
sind gut und richtig - ersetzen aber nicht eine konsistente
Wissenschaftspolitik der Stadt", so kommentiert Claudia
Sommer-Smolik, Wissenschaftssprecherin der Wiener Grünen die
Präsentation der Wiener Wissenschaftstage durch Bürgermeister Häupl
und Stadtrat Maillath-Pokorny. Wissenschaftspolitik droht in Wien zur
Wirtschaftsstandortpolitik degradiert zu werden, wie etwa die
Schwerpunktsetzung im 2002 neu gegründeten Wiener Wissenschafts-
Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) befürchten lässt: Parallel zu
den Schwerpunkten im Wiener Wirtschaftsförderungsfonds WWFF werden
auch hier life sciences und (science for) creative industries als
Calls ausgeschrieben.
Die in den Wissenschaftstagen angeschnittenen Themenbereiche wie
Sozial- und Generationenpolitik oder Integration bräuchten mehr als
ein "Festival des Denkens", nämlich Forschungsprogramme und
kontinuierliche Förderung. Das real geringe Interesse,
wissenschaftliche Erkenntnisse in die Arbeit der Stadtregierung
einfließen zu lassen, zeigt sich laut Sommer-Smolik etwa im Ressort
von Stadträtin Grete Laska sehr deutlich. Ihrer Beantwortung einer
Anfrage der Grünen zum Thema ist zu entnehmen, dass für die nächsten
Jahre zu sozialen Entwicklungen in Wien schlicht keine
Forschungsaufträge geplant sind.
"Wissenschaft muss mehr sein als Mittel zur Sicherung des
Wirtschaftsstandorts und Thema von Sonntagsreden", so Sommer-Smolik
abschließend.
OTS0202 2003-09-30/14:52
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