• 30.09.2003, 13:53:48
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Achleitner: Recht auf Teilzeit: Wichtige Fragen müssen noch geklärt werden

Keine überstürzte Entscheidung zu Lasten junger Frauen in Kleinbetrieben, die Kinderwunsch mit Beruf vereinbaren wollen

Wien, 2003-09-30 (fpd) - Die freiheitliche Frauensprecherin Elke
Achleitner zeigte sich heute erfreut darüber, daß das "Recht auf
Teilzeit" erst nächste Woche im Ministerrat besprochen werde.
Wichtige offenen Fragen müßten nämlich noch geklärt werden. "Frau
Kuntzl begreift das offenbar nicht und fordert stattdessen einen
Schnellschuß, mit dem in Wahrheit niemandem gedient wäre. Inhaltlich
kann sie außerdem bedauerlicherweise überhaupt nichts beitragen.
Damit handelt sie nach dem alten SPÖ-Motto: Polemik ist wichtiger als
Politik." ****

Wie Achleitner ausführte, dürfe das Recht auf Elternteilzeit nicht
nur für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Betrieben mit mehr als
zwanzig Mitarbeitern gelten. Dies führe nämlich zu einer
Zweiklassengesellschaft. "Laut Statistik Austria arbeiten 48,2
Prozent der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Betrieben mit
weniger als zwanzig Mitarbeitern", erläuterte die freiheitliche
Frauensprecherin. "Jeder zweiter Österreicher bzw. Österreicherin
wäre von diesem Recht ausgeschlossen. Das kann und darf nicht unser
Ziel sein."

In erster Linie, so Achleitner weiter, wären davon Frauen betroffen,
da es hauptsächlich sie seien, die für die Kinderbetreuung in
Teilzeit gehen würden. Bis jetzt seien 24,2 Prozent der Mütter mit
Kindern bis zum Alter von 6 Jahren teilzeitbeschäftigt. Mehr als die
Hälfte aller Mütter würden sich Teilzeitbeschäftigung wünschen.

"Die Frauenpolitik der Freiheitlichen ist für alle Frauen, es darf
daher keine Ungleichbehandlung geschaffen werden", stellte Achleitner
unmißverständlich klar. "Eine überstürzte Entscheidung zu Lasten
junger Frauen, die in Kleinbetrieben arbeiten und auch ihren
Kinderwunsch mit ihrem Beruf vereinbaren wollen, ist nicht im Sinne
der Freiheitlichen. Recht auf Teilzeit darf kein Bumerang für Frauen
werden."

Daher sei es wichtig, geeignete Rahmenbedingungen für Klein- und
Mittelbetriebe zu schaffen, präzisierte Achleitner die freiheitlichen
Vorstellungen. Weiters müsse die Einstellung von Ersatzkräften
begünstigt und unterstützt werden. Und zudem dürften Teilzeitkräfte
dem Unternehmen im Verhältnis nicht teurer kommen als Vollzeitkräfte.
(Schluß)

Rückfragehinweis: Freiheitliches Pressereferat

OTS0182    2003-09-30/13:53

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