Dolinschek: Vereinbarkeit von Beruf und Familie durch Recht auf Teilzeitarbeit

Wien, 2003-09-27 (fpd) - Das Recht auf Teilzeitarbeit bis zum Schuleintritt des Kindes sei ein wesentlicher Schritt hin zu einer Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Allerdings müßten für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die gleichen Rahmenbedingungen herrschen, sagt der freiheitliche Sozialsprecher Sigisbert Dolinschek. ******

"Ob Teilzeitarbeit einem Betrieb zumutbar ist hat keineswegs etwas mit der Anzahl der im Betrieb beschäftigten Mitarbeiter zu tun, sondern mit der spezifischen Tätigkeit der Arbeitnehmer. Immerhin arbeiten auch heute viele Eltern als Teilzeitkräfte in Kleinbetrieben." Außerdem würde sich der Anreiz für junge Menschen mit Kinderwunsch in Kleinbetrieben zu arbeiten drastisch reduzieren. Allerdings sei darauf bedacht zu nehmen, das Teilzeitkräfte dem Unternehmen im Verhältnis nicht teurer kommen als Vollzeitkräfte.

Bei einem Rechtsanspruch auf Teilzeitarbeit erst ab einer Betriebsgröße von 20 Mitarbeitern wären ¾ aller Arbeitnehmer davon ausgeschlossen, denn immerhin sind 64 Prozent der Frauen und 56 Prozent der Männer in solchen Betrieben beschäftigt. "Ein Recht auf Teilzeit hat nur Sinn, wenn niemand davon ausgeschlossen und für alle Beschäftigten in Österreich die selben Bedingungen herrschen", so Dolinschek.

Das Gesetz soll den Rahmen für Recht auf Teilzeit und die Rückkehr auf Vollzeitbeschäftigung abstecken, nach dem Vorbild "Recht auf Urlaub" oder "Recht auf Familienhospizkarenz" und dürfe keineswegs Ungleichheiten zwischen Arbeitnehmern in Klein- und Großbetrieben weder beim Rechtsanspruch noch der Dauer schaffen, meint Dolinschek. "Es darf jedenfalls keine neue Ungleichbehandlung geschaffen werden, solche gibt es in Österreich noch zur genüge, (siehe Pensionsrecht, öffentlicher Dienst, Privatwirtschaft usw) diese gilt es zu beseitigen", schloß Dolinschek (Schluss)

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