Politskandal um Fußballverein in Kärnten: SPÖ fordert Aufklärung

Kaiser: Spieler und ehrenamtliche Helfer dürfen durch Politskandal keinen Schaden erleiden

Klagenfurt (SP-KTN) - "Der brandaktuelle Rechnungshofbericht mit
dem eher langweilig-sperrigen Titel ‚Vorläufiges Ergebnis der Überprüfung der widmungsgemäßen Verwendung der dem FC Kärnten, dem Bundesliga Nachwuchszentrum - FC Kärnten (BNZ) und dem Verein Jugendsportakademie (JSA) gewährten Subventionen" liest sich wie ein Kriminalroman und ist vermutlich die Story des größte Sportskandal in der Geschichte des Landes Kärnten", stellt LAbg. Peter Kaiser (S) am Samstag fest und ergänzt: "Was im Rohbericht zu lesen ist, lässt einem die Haare zu Berge stehen, dennoch ist es uns Sozialdemokraten besonders wichtig, dass man zwischen der politischen Ebene und den Spielern und ehrenamtlichen Helfern unterscheidet und sowohl Spieler als auch Helfer aus dem Schussfeld nimmt".

"Geisterkonten, eklatante Missstände bei Subventionsvergaben, fehlende Belege, klassische Doppelverrechnung, Rechnungen, bei denen vermutlich an der (Un)Leserlichkeit gearbeitet wurde liefern den Stoff, der vermutlich bereits in Kürze die Staatsanwaltschaft beschäftigen sollte", sagt LAbg. Peter Kaiser und ergänzt: "Es scheint sich hier ein weiterer Skandal anzubahnen, der in der Referatszuständigkeit eindeutig zuzuordnen ist und von schlampig bis grob fahrlässig reicht". Es sei laut Kaiser völlig unverständlich, dass Sportlandesrat Gerhard Döfler weiter Geld ausbezahlen hat lassen, ohne, dass vorher eine ordnungsgemäße Abrechnung der bisher überwiesenen Fördermittel stattgefunden hat und wohlwissendlich, dass Verpflichtungserklärungen, die von den Förderempfängern unterzeichnet worden waren nicht erfüllt worden sind. Obwohl LR Dörfler von den Sozialdemokraten im Kärntner Landtag bereits seit 12. Juli 2001 im Landesparlament ständig darauf aufmerksam gemacht worden sei, habe der Landessportferent nicht gehandelt.

"Jeder kleinste Verein, der seine Vereinskasse so führen würde, hätte mit schärfsten Konsequenzen und Rücktritten zu rechnen, hier geht es um Millionen Steuergelder und nur weil Landeshauptmann Haider (F) Präsident ist, glauben einige Herrschaften offensichtlich, sie könnten sich über Gesetze hinwegsetzen und rechnen vermutlich in letzter Konsequenz mit Böhmdorfer-Koloinischen-Praxen", kritisiert Kaiser scharf und fordert eine rasche politische Behandlung und rigorose Konsequenten. "Justizminister Böhmdorfer wird, gut dran tun, diesmal seinen Schutzmantel für Haider und Co abzulegen, ansonsten würde das Vertrauen in den Rechtsstaat weiter geschwächt werden und er selbst die Verantwortung zu tragen haben", stellt LAbg. Kaiser abschließend fest. (Schluss)

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