- 27.09.2003, 08:00:00
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Die vielen Gesichter der Veronica Ferres
Xaver Schwarzenbergers NS-Drama "Annas Heimkehr" am 12. November im ORF, Schweden-Drehstart für "Die Rückkehr des Tanzlehrers" nächste Woche
Wien (OTS) - Den Österreich-Part der Dreharbeiten zur
ORF-koproduzierten Henning-Mankell-Verfilmung "Die Rückkehr des
Tanzlehrers", in der sie als NS-Sympathisantin vor der Kamera steht,
hat sie gerade erst abgeschlossen. Bevor es nächste Woche nach
Schweden geht, wo der Rest des Zweiteilers abgedreht wird,
absolvierte Filmstar Veronica Ferres gestern einen Kurzbesuch in
Hamburg, um ihren aktuellsten fertigen Film zu promoten, in dem sie
eine absolut konträre Rolle spielt. Die Rede ist von der
ORF-Koproduktion "Annas Heimkehr", einem von Xaver Schwarzenberger
inszenierten NS-Drama über die Zivilcourage des bayerischen
Kindermädchens Anna während des Zweiten Weltkriegs. Der Film, der
eindrucksvoll eines der vielseitigen Gesichter der Veronica Ferres
zeigt, feiert am Mittwoch, dem 12. November 2003, um 20.15 Uhr in ORF
2 seine ORF-Premiere.
In "Annas Heimkehr" rettet Veronica Ferres alias Anna Schweighofer
die Tochter ihrer ehemaligen jüdischen Arbeitgeber vor den Nazis,
indem sie das Mädchen als ihr eigenes uneheliches Kind ausgibt und
täglich darum kämpft, das verhängnisvolle Geheimnis vor ihren
Mitmenschen und auch vor ihrer eigenen Familie zu verbergen. Ferres
zeigt sich sehr zufrieden mit dem jüngsten Ergebnis ihrer Arbeit: "Es
war sehr spannend, diese Rolle zu spielen, und dass es mir möglich
war, eine solche politische Haltung zu zeigen. Annas Qualität ist die
Menschlichkeit. Sie kann zuhören und hinschauen, etwas, das in der
heutigen Zeit immer mehr verloren geht." Dass sie nach einem Film wie
"Annas Heimkehr" die Rolle der Veronica Molin in der aktuell
produzierten "Rückkehr des Tanzlehrers" übernommen hat, war ihr
besonders wichtig: "Ich dachte, die muss ich spielen, weil das eine
Drahtzieherin eines Neonazi-Netzwerks ist, die scheitert." Nächste
Woche fliegt Veronica Ferres bereits nach Schweden, wo bis ca. Ende
Oktober der Rest der zweiteiligen Bestsellerverfilmung, die 2004 auf
dem ORF-Programm steht, gedreht wird.
Ein Film gegen Gewalt
"Annas Heimkehr" ist für die Ferres, selbst Mutter einer zweijährigen
Tochter, ein Film, der auch für Schulen geeignet ist: "Weil die
Kinder von heute von dieser schlimmen Zeit kaum oder gar nichts mehr
wissen. Und weil wir in einer Zeit leben, in der es immer mehr Gewalt
zu sehen gibt, in der Kinder immer früher mit Brutalität, Mord und
Totschlag konfrontiert werden und das Gewaltpotenzial höher wird. Auf
diese Augenblicke der Menschlichkeit, wie der Film sie zeigt, kommt
es heute an", so die amtierende Buhlschaft der Salzburger Festspiele,
die sie 2004 zum dritten Mal auf dem Salzburger Domplatz spielen
wird.
"Annas Heimkehr" ist eine Endemol-Filmproduktion in Koproduktion mit
dem Bayerischen Rundfunk, ARTE und ORF, gefördert mit Mitteln des FFF
Bayern. Gedreht wurde im Spätherbst 2002 an Schauplätzen in München
und Umgebung und in Südtirol.
OTS0004 2003-09-27/08:00
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