Die vielen Gesichter der Veronica Ferres

Xaver Schwarzenbergers NS-Drama "Annas Heimkehr" am 12. November im ORF, Schweden-Drehstart für "Die Rückkehr des Tanzlehrers" nächste Woche

Wien (OTS) - Den Österreich-Part der Dreharbeiten zur ORF-koproduzierten Henning-Mankell-Verfilmung "Die Rückkehr des Tanzlehrers", in der sie als NS-Sympathisantin vor der Kamera steht, hat sie gerade erst abgeschlossen. Bevor es nächste Woche nach Schweden geht, wo der Rest des Zweiteilers abgedreht wird, absolvierte Filmstar Veronica Ferres gestern einen Kurzbesuch in Hamburg, um ihren aktuellsten fertigen Film zu promoten, in dem sie eine absolut konträre Rolle spielt. Die Rede ist von der ORF-Koproduktion "Annas Heimkehr", einem von Xaver Schwarzenberger inszenierten NS-Drama über die Zivilcourage des bayerischen Kindermädchens Anna während des Zweiten Weltkriegs. Der Film, der eindrucksvoll eines der vielseitigen Gesichter der Veronica Ferres zeigt, feiert am Mittwoch, dem 12. November 2003, um 20.15 Uhr in ORF 2 seine ORF-Premiere.

In "Annas Heimkehr" rettet Veronica Ferres alias Anna Schweighofer die Tochter ihrer ehemaligen jüdischen Arbeitgeber vor den Nazis, indem sie das Mädchen als ihr eigenes uneheliches Kind ausgibt und täglich darum kämpft, das verhängnisvolle Geheimnis vor ihren Mitmenschen und auch vor ihrer eigenen Familie zu verbergen. Ferres zeigt sich sehr zufrieden mit dem jüngsten Ergebnis ihrer Arbeit: "Es war sehr spannend, diese Rolle zu spielen, und dass es mir möglich war, eine solche politische Haltung zu zeigen. Annas Qualität ist die Menschlichkeit. Sie kann zuhören und hinschauen, etwas, das in der heutigen Zeit immer mehr verloren geht." Dass sie nach einem Film wie "Annas Heimkehr" die Rolle der Veronica Molin in der aktuell produzierten "Rückkehr des Tanzlehrers" übernommen hat, war ihr besonders wichtig: "Ich dachte, die muss ich spielen, weil das eine Drahtzieherin eines Neonazi-Netzwerks ist, die scheitert." Nächste Woche fliegt Veronica Ferres bereits nach Schweden, wo bis ca. Ende Oktober der Rest der zweiteiligen Bestsellerverfilmung, die 2004 auf dem ORF-Programm steht, gedreht wird.

Ein Film gegen Gewalt

"Annas Heimkehr" ist für die Ferres, selbst Mutter einer zweijährigen Tochter, ein Film, der auch für Schulen geeignet ist: "Weil die Kinder von heute von dieser schlimmen Zeit kaum oder gar nichts mehr wissen. Und weil wir in einer Zeit leben, in der es immer mehr Gewalt zu sehen gibt, in der Kinder immer früher mit Brutalität, Mord und Totschlag konfrontiert werden und das Gewaltpotenzial höher wird. Auf diese Augenblicke der Menschlichkeit, wie der Film sie zeigt, kommt es heute an", so die amtierende Buhlschaft der Salzburger Festspiele, die sie 2004 zum dritten Mal auf dem Salzburger Domplatz spielen wird.

"Annas Heimkehr" ist eine Endemol-Filmproduktion in Koproduktion mit dem Bayerischen Rundfunk, ARTE und ORF, gefördert mit Mitteln des FFF Bayern. Gedreht wurde im Spätherbst 2002 an Schauplätzen in München und Umgebung und in Südtirol.

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