ORF-Publikumusrat: Studie von Fessel-GfK bescheinigt ORF überwiegende Zufriedenheit mit Wirtschaftsberichterstattung

Wien (OTS) - Eine neue Studie des Fessel-GfK-Instituts zeigt, dass den ORF-Medien bei der Vermittlung von Wirtschaftsthemen eine bedeutende Rolle eingeräumt wird. Prof. Dr. Rudolf Bretschneider, Geschäftsführer Fessel-GfK, präsentierte die Untersuchung im Rahmen der Programmausschusssitzung des ORF-Publikumsrats am Dienstag, dem 23. September 2003.

Die Fessel-GfK-Studie wurde im Rahmen der jährlichen Austrian Lifestyle-Untersuchung durchgeführt. Insgesamt wurden 4.000 Österreicher befragt. Die Studie besteht aus den Teilen "Einstellungen der Österreicher zu Wirtschaftsfragen generell" und "Nutzung und Beurteilung der ORF-Wirtschaftsberichterstattung, Interessen und Anforderungen aus Publikumssicht". Der zweite Teil der Untersuchung wurde vom ORF-Publikumsrat in Auftrag gegeben.

"Die überwiegende Mehrheit der Österreicher ist mit der Wirtschaftsberichterstattung des ORF zufrieden. 85 Prozent der Fernsehteilnehmer fühlen sich vom ORF-Fernsehen über Wirtschaft sehr gut oder gut informiert, vom ORF-Radio 74 Prozent der Radiohörer, vom ORF-Teletext 74 Prozent der Teletext-Nutzer und vom Online-Angebot ORF.at 69 Prozent der Internet-Nutzer", so Prof. Dr. Bretschneider.

Weitere Ergebnisse der Studie: Die Zufriedenheit mit den Wirtschaftsberichten in den einzelnen TV-Informationssendungen im ORF ist am höchsten für die "Zeit im Bild 2", gefolgt vom "Report", der "Zeit im Bild 1" und "Bundesland heute": Die Wirtschaftsbeiträge dieser Sendungen findet man mehrheitlich am wichtigsten und am nützlichsten. Betrachtet man gezielt die Stammseher der jeweiligen Informationssendungen, zeigt sich die höchste Zufriedenheit mit ihrer Sendung bei den regelmäßigen "Eco"-Sehern.

Bei der Berichterstattung über Wirtschaftsthemen im Radio ist die Zufriedenheit am höchsten für das Konsumentenmagazin "Help" und die Ö1-Nachrichten und Journale, gefolgt vom Wirtschaftsmagazin "Saldo" und den Nachrichten und Journalen der ORF-Regionalradios und Ö3.

Eine Ausweitung der Berichterstattung - ein knappes Drittel der Befragten spricht sich generell für ein Mehr an Wirtschaftsberichterstattung aus - wünscht man sich vom ORF vor allem für Themen, die unmittelbar betreffen: 58 Prozent hätten gerne mehr Informationen darüber, was teurer bzw. billiger wird, 53 Prozent mehr zu österreichischer Arbeitsmarktpolitik, 52 Prozent mehr zu Konsumentenschutz bzw. Verbraucherrechte, 52 Prozent zu Pensionen/Pensionssystem. Am Ende der Rangliste über die 35 abgefragten Wirtschaftsthemen finden sich Börsenberichte: Nur acht Prozent wollen mehr davon, 56 Prozent finden sie ausreichend, 28 Prozent bereits zu viel.

74 Prozent der Österreicher wünschen sich, dass die Moderatoren und Journalisten das Wichtigste zusammenfassen sollen, damit es auch der Laie versteht. 57 Prozent wünschen sich, dass es immer Hintergrundberichte geben soll, damit die Zusammenhänge besser verstanden werden.
Der Publikumsrat hat in einer Empfehlung an die ORF-Geschäftsführung bereits im Vorjahr mehr Hintergrundberichte und Analysen bei der Wirtschaftsberichterstattung gefordert.

"Nach den Erkenntnissen der Studie schätzen 43 Prozent der Befragten ihr persönliches Verständnis von wirtschaftlichen Zusammenhängen als schlecht ein. Dem ORF kommt hier eine wichtige Bildungsfunktion zu. Das vom Publikum gewünschte Überblickswissen über das österreichische, europäische und internationale Wirtschaftsgeschehen verständlich zu vermitteln ist eine unbestritten schwierige, aber immer wichtiger werdende Leistung", so Mag. Andreas Kratschmar, Vorsitzender des Programmausschusses des ORF-Publikumsrats. Kratschmar sprach sich dafür aus, für die Vermittlung wirtschaftlicher Zusammenhänge verstärkt die Online-Berichterstattung des ORF, aber auch Diskussionssendungen zu nützen. Eine wichtige Querschnittsmaterie der Wirtschaftsberichterstattung solle die EU-Erweiterung sein.

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