• 21.09.2003, 17:00:00
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"Vorarlberger Nachrichten" Kommentar: "Macht macht sexy" (Von Kurt Horwitz)

Ausgabe vom 22.09.2003

Wien (OTS) - Ministerpräsident Edmund Stoiber hat gestern in
München geerntet, was Bundeskanzler Schröder und sein Vize Joschka
Fischer in Berlin gesät haben: Die neun Millionen bayrischen Wähler
haben an den Wahlurnen ihrem Unmut über die rot-grüne Bundespolitik
deutlich Luft gemacht.

Die Kürzung von Pensionen, höhere Sozialbeiträge, Selbstbehalte
bei Krankheit und andere finanzielle Einschnitte ins Sozialsystem
sind nun einmal nicht populär - weder in Deutschland noch in
Österreich. Dort wie da macht die Regierung aber das Notwendige: Sie
stutzt den Wohlfahrtsstaat auf jenes Maß zurück, das auch bei
geringerem Wirtschaftswachstum von einer zahlenmäßig schrumpfenden
Bevölkerung finanziert werden kann.

Das wird zunehmend anerkannt. Nicht akzeptiert werden
Orientierungslosigkeit und politisches Herumgemurkse. In unsicheren
Zeiten sind Chaostruppen und eine Politik der Schlangenlinie nicht
gefragt.

Ob Michael Häupl in Wien, Erwin Pröll in Niederösterreich, Herwig
van Staa in Tirol, Josef Pühringer in Oberösterreich oder Edmund
Stoiber in München: Sie alle profitieren von ihrem "Macher-Image".
Macht ist in der Politik eben sexy, wenn sie bewusst und
verantwortungsvoll ausgeübt wird.

OTS0061    2003-09-21/17:00

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