"Eine gute Zukunft im Miteinander"

LH Haider und Präsident Illy für starke Europaregion - "Fest der Freundschaft" lässt Regionen zusammenwachsen

Klagenfurt (LPD) - Das "Fest der Freundschaft" begingen heute, Samstag, Vertreter von Gemeinden und Regionen aus Ungarn, Deutschland, Kroatien, Slowenien, dem italienischen Friaul-Julisch Venetien, Kanada und Kärnten im Wappensaal des Klagenfurter Landhauses. Im Mittelpunkt der Feier stand die Vertiefung der zahlreichen Gemeinde- und Städtepartnerschaften sowie kulturellen Kontakte, welche Kärnten weit über die Landesgrenzen hinaus pflegt. Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider und der friulanische Präsident Riccardo Illy strichen die Idee einer gemeinsamen Europaregion hervor, die auch Hauptthema der bilateralen Regierungssitzung am Vormittag war.

Für Haider hat das "Fest der Freundschaft" eine "gute Tradition" und lässt eine große Gemeinschaft von Menschen aus verschiedenen Teilen Europas zusammenwachsen. So habe diese Gemeinschaft "aus der Geschichte die richtigen Lehren gezogen" und finde "im Miteinander eine gute Zukunft", sagte der Landeshauptmann. Vor allem im Dreiländereck Kärnten, Slowenien und Friaul-Julisch Venetien habe man dahingehend viele Schritte gesetzt. Haider verwies in diesem Zusammenhang auf die Dreiländerbewerbung für die Olympischen Winterspiele 2006, die das Internationale Olympische Komitee (IOC) "leider noch nicht ganz verstanden hat" sowie auf die Gründung der "Region des Friedens" vor dem Hintergrund der verheerenden Terroranschläge des 11. September 2001 in den USA. Weiters habe man besonders junge Menschen aus Krisengebieten der Welt nach Kärnten und Friaul eingeladen und ihnen hier die Gelegenheit zu einem Dialog des Friedens gegeben.

Als nächster Schritt soll eine Europaregion entstehen, die vom "wechselseitigen Respekt für Kultur, Sprache und Vielfalt" geprägt sein soll, erklärten Haider und Illy und verwiesen auf die vormittäglichen bilateralen Gespräche der Regierungen von Kärnten und Friaul-Julisch Venetien. Dabei soll die enge Zusammenarbeit in den Bereichen Wirtschaft, Tourismus, Kultur, Infrastruktur und Gesundheit vorangetrieben werden. Das gemeinsame Jugendsymphonieorchester von Kärnten, Slowenien und Friaul sei u.a. in diesem Sinne bereits sehr erfolgreich, betonte der Kärntner Landeshauptmann. Verhandlungen für ein gemeinsames Haus der Regionen in Brüssel würden ebenfalls gut laufen und auch in Kroatien und der Steiermark auf Interesse stoßen. Man wolle damit einen Beitrag für ein "Europa der Regionen anstelle des Zentralismus" setzen, meinte Haider.

Die Punkte, welche Kärnten und Friaul im gemeinsamen Regierungsgespräch erledigt hätten, würden dazu beitragen, dass es "den Bevölkerungen der beiden Regionen bald noch besser geht", hob Illy hervor. Er zeigte sich erfreut darüber, heute die Bereitschaft Kärntens für diesen gemeinsamen Weg eingeholt zu haben und verwies auf bereits erfolgreich absolvierte Verhandlungen mit Slowenien. In den nächsten Tagen wolle er außerdem mit Vertretern Kroatischer Regionen wie u.a. Istrien Gespräche führen, so der friulanische Präsident.

Grenzüberschreitende Gespräche kündigte auch Landtagsabgeordneter Ferdinand Sablatnig in Vertretung von Gemeindereferent LR Georg Wurmitzer an. So würde im nächsten Jahr eine Gemeindekonferenz mit Abordnungen aus Kärnten, Slowenien und Friaul stattfinden, in deren Rahmen wesentliche Punkte der Zusammenarbeit behandelt werden sollen.

Im Anschluss an den Festakt im Landhaus besuchten die Teilnehmer des "Festes der Freundschaft" noch die Klagenfurter Herbstmesse. Bei der Sonderausstellung des Landes zum Thema "Kärnten wasser.reich" wurde ihnen das vielfältige Programm für die beginnende Aktion rund um das Wassererlebnisland Kärnten nähergebracht.
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