Bilaterale Regierungsgespräche: Gesundheitsbereich vorbildhaft

LHStv. Ambrozy konnte mit italienischen Regierungskollegen wichtige Projekte besprechen

Klagenfurt (LPD) - "Kärnten und die italienische Region Friaul-Julisch Venetien streben eine weitreichende Kooperation im Gesundheitsbereich an, welche vorbildhaft für Europa sein wird. Wir konnten heute einige Projekte näher besprechen", erklärte Gesundheitsreferent LHStv. Peter Ambrozy anlässlich der bilateralen Regierungsgespräche zwischen Kärnten und Friaul-Julisch Venetien.

Konkret werde es zahlreiche Projekte geben, die langfristig zu einer Kooperation führen sollen, die es den Patienten ermöglicht Gesundheitseinrichtungen in beiden Ländern gleichberechtigt zu nutzen. Dazu müssten aber erst die entsprechenden Rahmenbedingungen vor allem im finanziellen Bereich geschaffen werden. "Es soll eine Zusammenarbeit geben, von der beide Partner und vor allem die Kärntner Patienten profitieren. Strukturen im Kärntner Gesundheitswesen dürfen durch eine solche Zusammenarbeit nicht beeinträchtigt werden", stellte der Kärntner Gesundheitsreferent fest.

Als nächsten Schritt wird am 29. September dieses Jahres eine Gesundheitskonferenz zwischen Gesundheitsreferent Ambrozy und dem Gesundheitslandesrat von Friaul-Julisch Venetien, Gianni Pecol Cominotto, in Triest zum Thema Gesundheitsvorsorge und Förderung in Triest stattfinden. "Vor allem die Zusammenarbeit zur Nutzung der Lymphklinik in Kärnten ist mir ein wichtiges Anliegen und könnte beispielhaft für die Nutzung gemeinsamer Gesundheitseinrichtungen sein", so Ambrozy.

Bei den offiziellen Gesprächen standen gemeinsame Konzepte für eine verstärkte Zusammenarbeit insbesondere in den Bereichen Patientenversorgung, Lymphklinik Wolfsberg, beschleunigte Kostenrückerstattung, Ausbildung im Pflegebereich, Behandlung seltener Krankheiten sowie Gesundheitsförderung und -vorsorge im Mittelpunkt. Dadurch sollen insbesondere die wissenschaftliche Zusammenarbeit und gemeinsame Fortbildungsaktivitäten gefördert sowie der Austausch von patientenrelevanten Daten optimiert werden. Mittelfristig sollen auch die italienische Region Veneto sowie in weiterer Folge die Republik Slowenien in diese Kooperation mit einbezogen werden, unterstrich der Kärntner Gesundheitsreferent.

Großes Interesse zeigte die friulanische Regierung an der neu geschaffenen Lymphklinik in Wolfsberg, wo laut Ambrozy vor allem im Bereich der Rehabilitation italienische Patienten behandelt werden könnten. Der Gesundheitsreferent will dazu finanzielle Unterstützung seitens der Europäischen Union einfordern.

Gelobt wurde Kärnten bei den grenzüberschreitenden Regierungsgesprächen für seine vorbildlichen Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und -vorsorge. Ambrozy ermutigte seine Amtskollegen, ähnliche Strukturen aufzubauen, und sicherte ihnen dabei die Unterstützung des Landes Kärnten zu. Die Gesundheitsvorsorge wird eine wichtige Vorreiterrolle einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit einnehmen.

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