Ettl: Voest-Privatisierung ein europäisch einmaliger Schildbürgerstreich

Wien (SK) "Der Verkauf der Voest-Aktien weit unter Wert und
damit zum Schaden der Republik ist ein europaweiter einmaliger Vorgang. In der gesamten EU gibt es keinen vergleichbaren Fall. Andere europäische Staaten wie beispielsweise Frankreich überlegen sich bei jeden einzelnen Privatisierungsvorgang vorher sehr genau, was sie tun. Nur Österreich spielt hier eine absolute Sonderrolle." Mit heftiger Kritik reagierte Harald Ettl, SP-EU-Abgeordneter, und Mitglied des Ausschusses für Wirtschaft und Währung, auf das Voest-Privatisierungsdesaster. *****

Österreich könne sich nun rühmen, innerhalb der EU das einzige Land zu sein, das über 50 Jahre erarbeitetes Eigentum der Republik einfach verschleudert. All dies geschehe gegen den Willen der Belegschaft, nur um einer ideologisch motivierten Privatisierung Genüge zu tun. Der Finanzminister spiele dabei die Rolle eines "Boston-Boy, der die längst obsulete Devise, "alles Privat - und zwar sofort", zur Religion macht. "Diese Devise ist nicht nur für Europa, sondern vor allem auch für Österreich völlig untauglich. Denn kein vernünftiges EU-Land wirft zur Unzeit und ohne Not seine Vermögenswerte auf den Markt. Die einzige Privatisierung die Österreich braucht, ist die des Finanzministers", schloss Ettl. (Schluss) ns/mm

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