SP-Haider: Voest-Mehrheit der Aktien ging ins Ausland!

Nur 4 Prozent des ÖIAG-Anteils gingen nach Oberösterreich=

"Die Privatisierung des ÖIAG-Anteils an der Voest ist eine Gemeinheit und eine fahrlässige Verschleuderung von Volksvermögen, die mit verantwortungsvoller Wirtschaftspolitik nichts zu tun hat. Nach dieser von der ÖVP gegen jede Vernunft durchgepeitschten Verschleuderung eines oberösterreichischen Leitbetriebs, befindet sich ein Rekordanteil von 46 % der Aktien in der Hand ausländischer Investoren. Soviel wie noch nie in der Geschichte der Voest. Den kümmerlichen Anteil von nicht einmal
4 % als oberösterreichische Lösung verkaufen zu wollen, ist nichts anderes als ein politischer Verrat an den Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern," stellte am Samstag Erich Haider, Vorsitzender der SP-OÖ, fest.

Genauso sei es eine Zumutung für jeden denkenden Menschen, wenn VP-Chef Pühringer nun versucht, diese minimale Zuteilung an oberösterreichische Unternehmen gar als Kernaktionärslösung darzustellen. Ein Kernaktionär muss 25 Prozent plus eine Aktie haben, niemand hat aber derzeit einen so hohen Anteil. Auch das Vorkaufsrecht diverser Banken biete keine Sicherheit. Denn es gelte bloß für bereits früher erworbene Aktienpakete und nicht für die jetzt neu zugeteilten. Wenn Oberbank und Raiffeisen ihre Aktien in nächster Zeit in einen sogenannten Österreich–Fonds einbringen würden, sei es mit dem Vorkaufsrecht überhaupt wieder vorbei. Es verliere nämlich dann seine Gültigkeit. Das sei eine unverantwortliche politische Posse, aufgeführt als Polittheater zur Rettung des VP-Landeschefs, zum Schaden der Menschen in unserem Bundesland, stellte Erich Haider klar.
"Ich fordere von VP-Chefs Pühringer und Schüssel die politische Verantwortung für dieses Desaster ein. Sie waren es, die

  • die Voest zu einem Spottpreis von 32,5 Euro pro Aktie verschleudert,
  • damit Volksvermögen vernichtet haben,
  • vom 34,7 Prozent – Staatsanteil sagenhafte 22 Prozent ins

Ausland
verscherbelten,

  • damit die ‚österreichische Lösung‘ verhindert haben und
  • diesen industriepolitischen Unsinn auch noch als Erfolg

darstellen
wollen.

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