Eklat um Milchschacher beim Bauernbund

Freiheitlicher Agrarsprecher NRAbg Scheuch übt massive Kritik an Kontingentverteilung von BM Pröll

Wien (OTS) - "Was der Bauernbund hier macht, ist eine echte Frechheit! Die ungerechte Bevorzugung eines bestimmten Teiles der Bauern ist für mich unhaltbar", sagte heute der freiheitliche Agrarsprecher NRAbg. DI Uwe Scheuch in Richtung ÖVP. Anlass für die Aufregung ist eine Verordnung, mit der 36 Millionen Liter Milchkontingent an die heimische Landwirtschaft verteilt werden sollen. Nach einem Vorschlag des Milchausschusses der Präsidentenkonferenz der Landwirtschaftskammern Österreichs soll dieses Kontingent nämlich nur an solche Betriebe verteilt werden, die in den letzten Jahren ihr Kontingent bereits aufgestockt haben.

"BM Pröll und sein Bauernbund diskriminieren mit dieser Aktion Zehntausende von braven Milchbauern in ganz Österreich! Ich lehne diese Vorgangsweise entschieden ab, da jeder Milchbauer in unserem Land gleich viel wert sein muss", so Scheuch weiter. Besonders erstaunt zeigte sich Scheuch von der Tatsache, dass der nun zur Umsetzung gelangte Vorschlag im Milchausschuss der PRÄKO ausgearbeitet wurde. Denn gerade von der Berufsvertretung sollte man sich laut Scheuch erwarten, dass alle Bauern gleich behandelt werden.

"Das zur Verteilung stehende Kontingent entspricht einem Wert von ca. 500 Mio. Schilling, und es kann und darf doch nicht sein, dass nur ein Teil der Milchbauern davon profitiert", so Scheuch. Er forderte in diesem Zusammenhang den zuständigen Minister auf, die Verordnung noch einmal zu überdenken und eine gerechtere Lösung herbei zu führen. Die Freiheitliche Bauernschaft werde auf alle Fälle versuchen, hier noch steuernd einzugreifen. Scharfe Kritik erntete die ÖVP und der Bauernbund in diesem Zusammenhang auch noch für ihre Vorgangsweise. "Es ist nicht unbedingt förderlich für ein gutes Koalitionsklima, wenn solche Entscheidungen ohne jegliche Einbindung der FPÖ getroffen werden", so Scheuch. "Die ÖVP fährt in diesem Bereich einen Kurs, in dem wir nur das Stimmvieh für die nötigen Beschlüsse sind, und das kann und wird es auf Dauer nicht sein", so Scheuch abschließend.

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