Wöchentlicher Finanzmarktkommentar der Volksbank Investmentbank: 22.09. bis 26.09.2003

Wien (OTS) -

USD Euribor Dt.Bund ATX DAX DJ Ind je EUR 3m 10y 19.Sep 03 1,127 2,15 % 4,16 % 1359,0 3621,3 9659,1 12.Sep 03 1,118 2,15 % 4,26 % 1382,2 3571,4 9459,8 Veränd. -0,79% 0,00 % -0,10% -1,68% 1,40% 2,11% Punkte Punkte

Die Mehrzahl der Wirtschaftsdaten, die in der letzten Woche veröffentlicht wurden, blieb unter den Markterwartungen. Anders als die Industrieproduktion in den USA und Euroland, der US-Frühindikator und der Konjunkturindex der Philadelphia Fed fiel der vom deutschen ZEW ermittelte Saldo der Konjunkturerwartungen der befragten Analysten und institutionellen Anleger mit einem Anstieg von 52,5 im Juli auf 60,9 im August besser aus, als erwartet. Der Indikator, der die Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung in Deutschland auf Sicht von sechs Monaten widerspiegelt, liegt nun seit drei Monaten über seinem historischen Mittelwert von 33 Punkten. Die gegenwärtige Lage wurde im selben Monat mit einem Wert von -91,7 Punkten weiterhin als sehr schlecht bewertet. Mit dem jüngsten Anstieg des ZEW Index sollte auch der in dieser Woche veröffentlichte IFO-Index weiter zulegen. Einen geringfügigen Anstieg erwarten wir auch bei den US-Daten wie den Auftragseingängen für langlebige Wirtschaftsgüter, dem Verbrauchervertrauen und den Privaten Einkommen/Ausgaben.

Der US-Dollar hat in der vergangenen Woche aufgrund der schwächer als erwartet ausgefallenen US-Wirtschaftsdaten leicht gegenüber dem Euro nachgegeben. In dieser Woche erwarten wir eine Seitwärtsentwicklung. Die Ablehnung des Euro-Referendums in Schweden führte kurzfristig zu einer Schwächung der Schwedenkrone im Verhältnis zum Euro. In weiterer Folge konnte sie deutlich zulegen.

Die US-Notenbank hat bei ihrer letzten Sitzung die Leitzinsen erwartungsgemäß unverändert belassen und eine Fortsetzung ihrer lockeren Geldpolitik für einen längeren Zeitraum signalisiert. Damit liegt der Schlüsselzins weiterhin bei 1,00 Prozent. Auch die Schweizerische Nationalbank hat bei ihrer letzten Sitzung keine Änderung an ihrer Fast-Nollzinspolitik vorgenommen, um einer Frankenaufwertung entgegenzuwirken und die Konjunktur zu unterstützen. Das bedeutet, dass das Libor-Zielband weiterhin zwischen 0 und 0,75 Prozent liegt und ein Zinssatz von 0,25 Prozent angestrebt wird. Dieses Zinsniveau gilt seit dem 6. März.

Die wichtigsten Aktienmärkte konnten in der letzten Woche weiter zulegen Der ATX-Index verzeichnete einen Kursrückgang von 1,7 Prozent. Zentrales Thema an der Wiener Börse war in den letzten Tagen der Verkauf der ÖIAG-Anteile an der voestalpine, wobei Aktien in der Höhe von rund 20 Prozent des Grundkapitals um 32,5 Euro abgegeben wurden. Der Kupon für die dreijährige Umtauschanleihe auf Aktien der voestalpine (rund 15 Prozent des Grundkapitals) wurde auf 1,5 Prozent festgesetzt, der Umtauschpreis auf 41,275 Euro je Aktie.

Die Ertragswarnungssaison verlief bisher ruhig. Wir erwarten auch in den nächsten Wochen keine bedeutende Zahl von Unternehmen, die ihre Ertragserwartungen nach unten revidieren werden. Am 7. Oktober beginnt traditionellerweise mit dem US-Aluminiumhersteller Alcoa die neue Ertragsberichtssaison. Die Berichtssaisonen über das erste und zweite Quartal fielen etwas besser aus, als vom Markt erwartet. Wir erwarten dies auch für die neue Berichtssaison. Beim Ausblick dürften sich die Unternehmensvertreter noch zurückhaltend zeigen. In der nächsten Woche rechnen wir mit einer Seitwärtsentwicklung.

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