LR Christa Kranzl: 340.000 ÖsterreicherInnen sind akut arm.

Aktuelle Sparmaßnahmen der Regierung gefährden sozialen Frieden in Österreich

St. Pölten, (SPI) - Ein sozial gerechtes System ist auch ein Garant für ein friedliches, gewaltfreies Zusammenleben der Gesellschaft. Österreich ist ein Sozialstaat und hat - wie in der Verfassung festgeschrieben - die Verantwortung für ein sozial gerechtes System, das die Abdeckung der Grundbedürfnisse der Menschen sichert. 900.000 ÖsterreicherInnen sind von Armut bedroht. 340.000 ÖsterreicherInnen sind akut arm. Arm zu sein bedeutet dabei auch, vom gesellschaftlichen Leben ausgeschlossen, sozial ausgegrenzt, zu sein. Im Gegensatz zur herkömmlichen Auffassung darf es bei der Bekämpfung von Armut daher nicht nur um finanzielle Aspekte gehen. Es muss auch eine qualitative Dimension, also ein Miteinbeziehen in die Gesellschaft, berücksichtigt werden.****

Um ein Beispiel zu nennen: In Niederösterreich stiegen die Ausgaben für Darlehen und Beihilfen im 1. Quartal 2003 um dramatische 70% und im 2. Quartal um 40% im Vergleich zum Vorjahr. Kranzl: "Als Soziallandesrätin bin ich mit den verschiedensten Fällen von menschlichem Leid konfrontiert. Mein Ziel ist es den Menschen in unserem Land ein menschenwürdiges Leben zu ermöglichen, ihnen eine Chance zu eröffnen, ihr Leben wieder selbstbestimmend führen zu können." Eine Verharmlosung der Armutsdiskussion in der Vergangenheit löste eine Sozialschmarotzerdebatte aus, welche eine Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden in unserem Land darstellt. "Tatsache ist jedoch, dass die Verschuldung in NÖ bzw. Österreich zunimmt, dass alte, pflegebedürftige Menschen Anspruch auf bestmögliche Betreuung haben, dass Asylbewerber - den Menschenrechten entsprechend - in gerechten Verfahren zu behandeln sind. Die aktuellen Regierungsmaßnahmen verstärken das Problem der Armut und gefährden somit den sozialen Frieden. Wir alle sollten daher eine offene Debatte über effektive Armutsbekämpfung führen," so Soziallandesrätin Christa Kranzl anlässlich des Weltfriedenstages am 21. September. (Schluss) df

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