Pflegedebatte: SPÖ lehnt FP-Wahlkampf auf Kosten der Pflegebedürftigen ab

Kollmann: Würde Haider sich auskennen, hätte er ein Buch über Pflege und nicht über Saddam Hussein geschrieben

Klagenfurt (SP-KTN) - Scharfe Ablehnung zu den Aussagen von LH Haider kam am Freitag von den Kärntner Sozialdemokraten. "Landeshauptmann Haider agiert bewußt oder unbewußt mit falschen Informationen und schädigt damit neuerlich jene Menschen, die qualitative Pflege sicherstellen und die Betroffenen selbst", stelltder Sozialsprecher der Sozialdemokraten im Kärntner Landtag, Alfred Kollmann, in Reaktion auf die Pressekonferenz des Landeshauptmannes zum Thema Alt werden zuhause, fest und setzt fort:
"Haider glänzt heute nicht nur durch Missachtung des Landesparlaments und seine Abwesenheit, sondern auch durch Unkenntnis der Sachlage.

"Der tatsächliche Verwaltungsaufwand aus den Landeszuschüssen beträgt 6%. Damit kann man den Vorwurf, dass der Verwaltungsapparat aufgebläht ist klar zurückweisen", stellt Kollmann richtig und ergänzt: "Außerdem weiss der Kärntner Landeshauptmann genau, dass es jene Transparenz von der er spricht längst gibt". Kollmann wirft LH Haider vor, dass er auf dem Rücken der Pflegenden und Betroffenen einen polemischen Wahlkampf führe. "Jetzt sorgt die FPÖ gleich dreimal dafür, dass Pflegebedürftige und deren Angehörige das Bummerl haben: Dadurch, dass vom Bund und insbesondere Vizekanzler Haupt (F) nicht genügend Geld zur Verfügung gestellt wird, dadurch, dass Finanzreferent Pfeifenberger und LH Haider nicht die erforderlichen Mittel auf Landesebene bewilligen , da ihnen Jubelbroschüren und Egoplattformen offensichtlich wichtiger sind, und dadurch, dass Jörg Haider aus Verzweiflung die Ängste der Bevölkerung und das Schicksal der Pflegebedürftigen als Wahlkampfthema missbrauchen will", kritisiert Kollmann schärfstens.

"LH Haider versucht vom echten Problem, dass die FPÖ nicht bereit ist jene Mittel, die dringend nötig wären, um der Bevölkerungsentwicklung Rechnung zu tragen und qualitative Pflege zu ermöglichen, zur Verfügung zu stellen", so Kollmann. Pflegebedürftige und deren Angehörige würden viel zu hohe Eigenanteile bezahlen müssen, weil ein Umdenken des Vizekanzlers besser heute als morgen nötig sei, sagt Kollmann. "Es ist verwerflich, dass die Freiheitlichen nicht einmal davor zurückschrecken, die Betroffenen als Mittel zum letzten Versuch Haiders für die Landtagswahl 2004 zu missbrauchen", .so der SP-Sozialsprecher.

Wolle man aber qualitative Pflege gewährleisten und verhindern, dass Angehörige oder Betroffene nur mehr die Möglichkeit haben sich am Schwarzmarkt Personal zu holen, dann können man dies nur durch ein Umdenken in der Sozialpolitik tun, es sei unumstritten, dass der Staat hier mehr Geld in die Hand nehmen müsse, das wäre auch sinnvoller als Abfangjäger, sagt Kollmann. "Ein FP-Pflegescheck wäre ungedeckt und die anderen Vorschläge Haiders entbehren fachlicher Grundlagen und des erforderlichen Know-Hows", stelltder SP-Sozialsprecher fest und ergänzt: "Von Dingen bei denen er sich nicht auskennt, sollte Haider weniger reden oder sich besser informieren, würde er sich auskennen, hätte Haider ein Buch über Pflege und nicht über Hussein geschrieben". (Schluss)

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