Kadenbach: Frauenbeschäftigung - konkrete Maßnahmenbündel statt Ankündigungspolitik

VPNÖ betreibt immer nur Gesundbeten der negativen Entwicklung; Bund kürzt massiv Finanzmittel für Frauenbeschäftigungsprojekte

St. Pölten, (SPI) - "Ende August waren um 667 Frauen oder 4,1 % mehr ohne Job als im Vormonat, zum Vergleichsmonat des Vorjahres waren es 138 Frauen oder 0,8 % mehr. Die steigende Arbeitslosigkeit, ausgelöst durch die Tatenlosigkeit der Bundesregierung, macht auch vor Niederösterreich nicht Halt. Neue Frauenbeschäftigungsinitiativen sind zu begrüßen - sie bleiben allerdings wirkungslos, wenn sich die Bundesregierung nicht endlich zu einer aktiven Beschäftigungspolitik gemeinsam mit einem umfassenden Konjunktur-Ankurbelungsprogramm samt Vorziehung der Steuerreform entschließt", kommentiert Niederösterreichs SPÖ-Landesparteigeschäftsführerin LAbg. Karin Kadenbach heutige Aussagen von VP-Landesrätin Johanna Mikl-Leitner.****

"Wenn Mikl-Leitner schon der eher zahnlosen und wenig erfolgreichen Pröll-Prokop-Initiative unter die Arme greifen will, so soll sie dort ansetzen, wo es notwendig ist", so Kadenbach weiter. Wir brauchen eine Ausweitung der Öffnungszeiten der Kinderbetreuungseinrichtungen, wir brauchen gezielte Förderungen für Frauen-Teilzeitarbeitsplätze und wir brauchen das Recht auf Teilzeit für die ersten Jahre der Kinderbetreuung. Es bedarf begleitender Maßnahmen für Wiedereinsteigerinnen, beispielsweise eine Ausweitung der Qualifizierungsmaßnahmen und Weiterbildungsmöglichkeiten, ebenso bedarf es Maßnahmen zur Heranführung der Frauenerwerbseinkommen an jenes ihrer männlichen Kollegen.

Was macht dagegen die Bundesregierung: Für Frauenprojekte stehen heuer und im nächsten Jahr 20 Prozent weniger als noch im Jahr 1999 zur Verfügung. Damals wurden Frauenprojekte bundesweit mit 6,6 Millionen Euro gefördert, heuer (2003) werden es nur 5,4 und im nächsten Jahr 5,5 Millionen Euro sein. Atypische Beschäftigung und nicht-durchgängige Erwerbsverläufe sind mittlerweile typisch für Frauen. Von Regierungsseite werden weder am Arbeitsmarkt Maßnahmen gesetzt, noch wird der Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen gefördert. Beides ist aber gerade für Frauen unbedingt notwendig. Bei den Kinderbetreuungseinrichtungen für Unter-Dreijährige ist Österreich mittlerweile Schlusslicht in der EU. "Genug zu tun also für Landesrätin Mikl-Leitner - vor allem betreffend eines massiven ‚Frauen-Lobbyings' bei ihren BundesparteikollegInnen", so Kadenbach abschließend.
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