Freie Bahn für die voest

Wien (OTS) - Der 19. September 2003 ist ein historisches Datum für die österreichische Wirtschaft. Seit den frühen Morgenstunden dieses Tages ist die voestalpine AG endgültig kein Staatsbetrieb mehr. Die Privatisierung der bis dahin noch verbliebenen Anteile der ÖIAG wurde erfolgreich abgeschlossen.

100% Privatisierung

Nach der Zuteilung der Aktien stellt sich die Aktionärsstruktur folgendermaßen dar:

ca. 30% liegen bei oberösterreichischen Anlegern ca 10% werden von anderen Österreichern gehalten 10,3% hält die Mitarbeiterstiftung ca 35% liegen bei Aktionären aus dem Ausland auf 15% des Grundkapitals wurde eine Umtauschanleihe begeben. Somit liegt der Anteil an österreichischen Aktionären der voest über

50%, rechnet man die Umtauschanleihe hinzu, sogar bei 65%.
"Nach der Transaktion verfügt die voestalpine nun über eine stabile österreichische Kernaktionärsstruktur: 10,2 % der Aktien werden von der Mitarbeiterstiftung gehalten. Für 15 % der Aktien wurde eine Umtauschanleihe begeben; das ist gleichbedeutend mit einem zeitlich verschobenen Verkauf. Bis zum endgültigen Umtausch übt die ÖIAG die Stimmrechte für diesen Aktienanteil aus. Damit sind sämtliche Punkte des Regierungsauftrags zur Gänze erfüllt", so ÖIAG-Vorstand Dr. Peter Michaelis.
Etwa 1,4 Millionen Stück Aktien (von insgesamt 7.780.758 Stück) gingen an Kleinanleger.

Dreifach überzeichnet - hoher Erlös

Das Secondary Public Offering der voest-Aktien stieß auf hohes Interesse. Das Angebot war dreifach überzeichnet. Die Aktien konnten zu einem Preis von 32,50 Euro je Stück verkauft werden - das liegt mehr als 60% über dem Kurs vom rund 22 Euro, den die voest noch im März hatte, kurz bevor die Regierung den Auftrag zur Vollprivatisierung gab. Die ÖIAG erlöste aus dem Verkauf 253 Millionen Euro, die Umtauschanleihe erbrachte zusätzlich 245,2 Millionen Euro. Diese Umtauschanleihe soll im Jahr 2006 in voest-Aktien gewandelt werden. Ein früherer Umtausch ist zwar prinzipiell möglich, würde aber einen entsprechenden Aufsichtsratsbeschluss der ÖIAG erfordern.

Kursphantasie

Die Aktie verspricht auch für die neuen Aktionäre mittelfristig ein gutes Geschäft zu werden. Durch die vollständige Privatisierung heißt es jetzt "Bahn frei für die voest". Das österreichische Paradeunternehmen kann sich jetzt ungestört durch politische Debatten auf sein ehrgeiziges Investitions- und Wachstumsprogramm konzentrieren. Welche wirtschaftliche Entwicklung die Experten dem Unternehmen zutrauen, lässt sich am Preis ablesen, den die ÖIAG für die Umtauschanleihe festgesetzt hat: Er liegt bei 41,275 Euro je Aktie im Jahr 2006.

"Das Ergebnis zeigt, es war die einzig richtige Transaktion zum einzig richtigen Zeitpunkt", resümiert ÖIAG-Sprecherin Viktoria Kickinger.

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